Tourenbericht Solsteinhaus

Wir waren unterwegs.

Am Donnerstag, 01.09. starten wir zu dritt mit unserem JL Martin noch vor Tagesanbruch gegen 5:00 Uhr in Amberg und kamen nach einer für die Nichtfahrer sehr entspannten Fahrt um 9:00 Uhr am Bahnhof in Hochzirl an [Kommentar Martin: „Für mich wärs auch entspannt gewesen, wenn ich beim Fahren geschlafen hätte…“]. Von Parkplatz aus gelangten wir nach einem 3,5-stündigen Aufstieg auf das Solsteinhaus (1807m), auf dem wir uns bei einem leckeren Mittagessen entspannen konnten und sogleich unser Quartier bezogen. Am Nachmittag erkundeten wir dann noch das Gelände um die Hütte.

Unser Ziel am Freitag war der Große Solstein, der auf 2541 m liegt. Bei schönstem Kaiserwetter ging es durch ein Latschenfeld los Richtung Gipfel. Dort gab es dann eine Begegnung mit einer Herde Gämse [kleiner Insiderwitz: „gemeine Alpengämse“ = Rupicapra rupicapra]. Nach unserer Brotzeit gingen wir über ein Schotterkar und einen Klettersteig wieder zurück Richtung Hütte.

Am Samstag wanderten wir Richtung Norden, wobei wir das „Jöchl“ erreichten und auf dem Rückweg einen kurzen, aber sehr schönen Klettersteig bewältigten.
Nach dem Mittagessen machten wir noch einen kleinen Spaziergang und schlossen diesen mit einer Abkühlung für die Füße im nahegelegenen Weiher ab.

Die Abende verbrachten wir mit lustigen Kartenspielen, bei welchen zwar nicht immer der Gewinner, aber stets der Verlierer klar war (Martin) [Martin: Es war Absicht!!].
Am Sonntag stiegen wir noch vor acht Uhr wieder ins Tal ab und fuhren natürlich entspannt zurück nach Amberg [Martin: Wer´s glaubt….].

Bericht Louisa
[Zensur Martin :)]

Erster Bericht unserer neuen Tourengruppe

Am Samstag, den 21.05.2016 haben wir uns als Tourengruppe getroffen, um unsere erste kleine Wanderung zu machen. Dafür haben wir in der vorherigen Gruppenstunde eine Route im bayrischen Wald herausgesucht, die über den kleinen und großen Arber verläuft.

Wir trafen uns bereits morgens um 6 Uhr, um noch möglichst viel vom Tag zu haben. Trotz vorheriger Terminabsprache konnten von den ursprünglichen 7 Teilnehmer nur vier mitfahren, da drei Grüpplinge durch Krankheit oder kurzfristige Termine verhindert waren. Wir starteten also um ca. 08:30 Uhr vom Parkplatz Brennes aus in Richtung keinen Arbersee, um den wir anschließend einmal umwanderten. Danach ging es über den kleinen Arber und wir „bestiegen“ den großen Arber, auf dessen Gipfel wir zur Stärkung in einer Hütte einkehrten. Nach einem flotten Abstieg erreichten wir gegen halb drei das Auto und fuhren staufrei wieder nach Amberg zurück.

Martin Berger

Die Jugend bekommt eine Tourengruppe

Nach einem halben Jahr Pause von der aktiven Jugendarbeit melde ich wieder zurück und zwar mit einer Tourengruppe für die JDAV. Viele werden sich jetzt denken, es gibt doch genügend Jugendgruppen? Ja das stimmt, die haben sich jedoch auf das Klettern in der Halle und am Fels spezialisiert und führen nur gelegentlich Touren durch.

In der Tourengruppe, werden sich die 5-8 Jugendlichen im Alter von 16 bis 22 Jahren mit den Vorbereitungen und der nachhaltigen Durchführung von Bergtouren aller Art beschäftigen. Die Gruppenstunden werden einmal im Monat stattfinden, in denen sich die Teilnehmer dann Themen wie Sicherungsmethoden, Tourenplanung und dergleichen möglichst selbstständig erarbeiten.

Auch werden wir 1-2 Bergtouren pro Saison durchführen, um die Theorie auch in der Praxis umzusetzen und das „Abenteuer am Berg“ hautnah zu erleben.

Ziel soll es sein, die Jugendlichen zu einem sicheren, verantwortungsvollen und ökologischen Umgang mit und in unserer geliebten Bergwelt zu erziehen, aber natürlich auch viele schöne Stunden in der Gruppe zu verbringen.

Ich freue mich auf die erste Gruppenstunde am Freitag und in diesem Sinne:

Berg Heil!

Martin Berger

Veröffentlicht unter Jugend

Rückblick: Tourenbericht – Alpinkletterwochenende

Ein paar Monate noch, dann ist wieder Sommer! Was man in dieser Zeit des Jahres so anstellen kann, darüber schreibt Andreas im folgenden Bericht über eine Tour, die im Juli ’15 stattgefunden hat. Viel Spaß beim Lesen!

Vom 07.07.-09.07.2015 haben wir uns auf die weite Reise in den wilden Kaiser begeben. Eine weite Reise deshalb, weil wir aufgrund eines nicht unerheblichen Umwegs staufrei nach 6h Fahrzeit in Ellmau ankamen 😉
Mit dabei waren diesmal nur die Meike und der Thomas. Es sollten anspruchsvolle Klettertage werden, an denen wir neue Erfahrungen am Grat und in Mehrseiltouren sammeln wollten. Da leider sonst kein Jugendleiter Zeit hatte und es alleine nicht möglich ist eine solche Unternehmung mit einer ganzen Gruppe zu machen fuhren, wir nur zu dritt.

Als wir dann tatsächlich an der Griesner Alm ankamen, durften wir zuerst im Sonnenuntergang und dann mit Stirnlampe zur Hütte aufsteigen. Es war eines der heißen Sommerwochenenden im Juli und der Aufstieg glich einer Wanderung im südlichen Trentino. Es war lauwarm und es war ein einziges Grillenkonzert. Als wir dann am Stripsenjochhaus angekommen waren, bekamen wir leider nichts mehr zu Essen und mussten uns mit Wurstbrot begnügen. Da für den Samstag ab Mittag heftige Wärmegewitter angesagt waren, entschieden wir uns für den Nordgrat der Hinteren Goinger Halt (bis UIAA III+), da die Kletterzeit direkt am Grat relativ gering ist. Wir brachen bereits um 6 Uhr auf, um noch ausreichend Puffer gegen Mittag hin zu haben.
Nachdem wir startklar vor der Hütte standen und bemerkten wir haben doch noch Hunger genehmigten wir uns doch noch ein kleines Frühstück bei Sonnenaufgang auf der Panoramaterrasse unserer Hütte. Am Fuße der Fleischbank Ostwand entlang stiegen wir von Nordwesten über eine steile Schotterrinne zum Nordgrat hinauf. Dort angekommen kam sofort die erste wunderschöne und ausgesetzte Dreierstelle. Da wir zu dritt in einer Seilschaft unterwegs waren und es lediglich zwei Bohrhaken in der Tour gab, kamen wir nicht ganz so gut voran wie erhofft. Letztlich zogen dann in der letzten Seillänge die Gewitterwolken auf und es fing an zu donnern. Nach einem kurzen Gipfelselfie galt es sofort vom Gipfel über den Normalweg zum Ellmauer Tor abzusteigen. Was fast wirklich keiner gedacht hätte! Das Gewitter löste sich im Nichts auf und wir stiegen in Spätnachmittagssonne zur Hütte ab.
In der Tat gab es heute ein Abendessen und wir genossen den Abend in der Hütte. Da der Samstag bereits sehr anstrengend war, beschlossen wir am Sonntag die erste Mehrseiltour für Meike und Thomas zu gehen. Am Vormittag starteten wir mit einer einfachen Reibungsklettertour im 5. Schwierigkeitsgrad und drei Seillängen. Da wir noch motiviert waren kletterten wir nach einer Mittagsrast noch eine wunderschöne Plattentour, die in eine traumhaft griffige Wasserrinne mündete. Die Tour lag im 6. Schwierigkeitsgrad und hatte vier Seillängen. Zufrieden und den Kopf voller toller Erlebnisse ging es nun wieder hinab zur Griesner Alm und schließlich auf direktem Weg nach Amberg.

Andreas Irler