Tourenbericht Familiengruppe – Winterwochenende in Oberstdorf 31.01.-01.02.2015

Da wir uns für unsere Wintertour möglichst viel Schnee wünschten, war der Bayerische Wald zu unsicher und so starteten wir am Samstag früh bereits um 7 Uhr Richtung Allgäuer Berge.

Dort erwartete uns blauer Himmel und den ganzen Tag Sonnenschein. Da sich nur Skifahrer für das Wochenende angemeldet hatten, planten Annett und Heiko eine Skitour zum Sonnenkopf. Zuerst mussten also die Felle an den Ski. Aber auch die Sicherheit darf nicht zu kurz kommen: wegen der starken Schneefälle in der zurückliegenden Woche war die ausgesuchte Tour als nicht lawinengefährdet eingestuft; trotzdem gehörten auch bei uns ein Lawinenverschütteten-Suchgerät (LVS) am Körper und Schaufel und Sonde im Rucksack zum Equipment beim Skitourengehen. Nach einem Test, ob die Lawinenpiepser im Ernstfall auch alle senden und empfangen ging´s los.

Der Aufstieg von Hinang, dem südlichsten Ortsteil von Sonthofen, aus war zwar anstrengend, das Tempo aber angenehm, die Kinder haben zur rechten Zeit (auch für mich) ihre Pausen eingefordert. Oben angekommen müssen die Felle wieder runter, im Rucksack verstaut werden, warme Klamotten und Mütze rausgeholt und angezogen, Ski und Schuhe festgemacht werden zur Talfahrt.

Die Abfahrt durch tiefsten Pulverschnee hat uns gefordert, aber viel Spaß gemacht. Und auch das Hinfallen (erwischt hat´s uns fast alle mal) in den fluffigen Schnee hat überhaupt nicht wehgetan. Einmal mussten wir Ski suchen und aus dem Schnee ausgraben, ansonsten war´s aber mit Kleidung abklopfen (der Schnee war schön trocken) getan.

In die Jugendherberge Oberstdorf kamen wir dann genau rechtzeitig zum leckeren Abendessen. Nach dem Duschen setzten wir uns in der Stub´n noch zu ein paar Runden „Ligretto“ (aus der Spielesammlung der JHB) zusammen. Dann waren wir aber so müde, dass wir froh waren, ins Bett zu kommen.

Beim Aufwachen kamen dicke Schneeflocken vom Himmel, weshalb wir uns erst mal ausgiebig Zeit für´s Frühstück nahmen. Danach teilte sich die Gruppe: ein Teil bevorzugte bei dem Wetter die Piste und brach auf Richtung Söllereck (kleines Skigebiet bei Oberstdorf), der andere Teil unternahm noch mal eine Halbtagesskitour von Reichenbach Richtung Schnippenkopf.

Das Wetter war unverändert gut und der Schnee machte Lust auf eine tolle Abfahrt.
Anfang ging es auf einer Rodelbahn hinauf. Nach der Gaisalpe führte der Aufstieg durchs freie Gelände. Nach 4 Stunden Aufstieg und einem Tiefschneehang unter uns, hieß es wieder kurze Pause und Klar zur Abfahrt. Diese verlangte wieder etwas von unserem Können ab, auf Tiefschneehänge, Waldschneisen und gewalzten Wegen war es gar nicht so leicht die richtige Spur zu finden. Aber am Ende sind wir alle heil aber ziemlich platt am Auto angekommen.
Nun hieß es leider Abschied nehmen und nach ein paar Stunden Fahrt war dieses herrliche Wochenende schon wieder vorbei.

Martina und Heiko

Neues von der Familiengruppe

Für „Zwischendurch“ ein paar kleine Hinweise, unsere Familiengruppe betreffend.

  • Da die Kinder der derzeitigen Familiengruppe nun schon 10 Jahre und älter sind, suchen Annett und Heiko Schneider nach interessierten Eltern, die Interesse an der Eröffnung und Leitung einer neuen Familiengruppe mit jüngeren Kindern haben.
    Annett und Heiko, die Leiter der derzeitigen Familiengruppe, werden ihre Tätigkeit übrigens nicht einstellen, sondern möchten den „Neuen“ gerne beim Aufbau einer zusätzlichen Gruppe unterstützend zur Seite stehen.
  • Auf der Unterseite der Familiengruppe befinden sich seit Kurzem zwei neue Termine für anstehende Touren.
  • Ein Tourenbericht über das Hüttenwochenende der FamAlpis auf der Neuen Magdeburger Hütte wurde zu dem im Dezember veröffentlichten Artikel „Tourenberichte der Familiengruppe 2014“ hinzugefügt. Leseempfehlung!

Tourenberichte der Familiengruppe 2014

Das Jahr 2014 neigt sich langsam seinem Ende zu und es geht wieder los mit den obligatorischen Jahresrückblicken. Dieser Artikel ist allerdings keiner dieser langweiligen Rückblicke, sondern eine Sammlung von Berichten darüber, was unsere Familiengruppe das Jahr über – neben vielen weiteren Aktionen – gemacht hat.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Annett oder Heiko Schneider.

25.-26.01.2014 – FamAlpi-Winterwochenende auf der Chamer Hütte

Eigentlich wollten wir den Arber mit Schneeschuhen bezwingen, allerdings hat uns da der milde Winter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Und so plante Heiko eine neue Aufstiegsroute zur Chamer Hütte von Bodenmais aus. Weil wir den steinigen Weg als die interessantere Alternative ansahen, wählten wir diesen. Er führte uns entlang des Rißbachs und da wenigstens die Temperaturen unter 0°C lagen, „wuchsen“ von den Felsen am Wegrand Eiszapfen in allen Größen. Sogar richtige Kunstwerke mit eingewachsenen Moosen waren darunter. Wir kamen vorbei am Rißloch-Wasserfall, der mit Getöse ins Tal braust.

Zur Mittagszeit waren wir schon so weit oben, dass alles verschneit war und die Sonne einen Bilderbuchwinter für uns zauberte. Bei Ankunft auf der Chamer Hütte genehmigten wir uns Kaffee und leckere Süßspeisen, bevor wir, um unsere Rucksäcke erleichtert, den Anstieg zum Kleinen Arber angingen. Der Ausblick von oben war grandios, bis zu den Radar-Kugeln des Großen Arbers und hinein nach Tschechien.

Zurück auf der Hütte gab es von den Wirtsleuten Essen und Trinkvorrat für alle, bevor sie uns die Hütte zur alleinigen Nutzung überließen. Die funkelnden Sterne lockten nach der Stärkung noch mal nach draußen und wir nutzen die glatte Spur der Langlaufloipe, um mit den Leihschlitten des Hauses noch einige Wettbewerbe auszutragen.
Erst als erste Wolken aufzogen, zogen wir uns zu lustigen Spielen ins Haus zurück. Morgens durften wir uns darüber freuen, dass die Wolken über Nacht tatsächlich große Mengen Pulverschnee über uns ausgeschüttelt hatten, ein richtiges Wintermärchen direkt in der Natur.

Nach dem Frühstück machten wir uns auf Richtung Großer Arber. Das Gehen fiel heute schon schwerer als am vorherigen Tag. Tief sanken wir in den Neuschnee, bis wir oben ankamen, auf dem König des Bayerwaldes.

In der gemütlichen Bergwachthütte gönnten wir uns warmen Kaffee oder heiße Schokolade, bevor unser Abstieg begann. Fast wie der Weg runter vom Monte Kaolino kam uns die Strecke vor, das Hüpfen und Rutschen im weichen, trockenen Schnee war nicht nur für die Kinder ein Vergnügen.
Das letzte Stück führte uns wieder vorbei an den Rißlochfällen und der Rißlochschlucht bis zu unserem Ausgangspunkt bei Bodenmais.

Martina Reindl

27.04.2014 – Wanderung Lichtenegg

Leider machte uns am Sonntag, 27.04.14 der Wetterbericht für unsere geplante, größere Tour zum Kaitersberg in Kötzting einen Strich durch die Rechnung. Deshalb disponierten Annett u. Heiko kurzfristig um und luden die Famalpis zu einer Wanderung in der Nähe ein, die im Falle von Gewitter und Regen einfacher hätte abgekürzt werden können.

Um 09:30 Uhr trafen wir uns beim Nettoparkplatz in Kümmersbruck, um gemeinsam zum Wanderparkplatz nach Amerried (etwa 2 km außerhalb von Fürnried) weiterzufahren.
Hier startete unsere Wandertour quer durch den herrlich grünen Mischwald. Nach einem steilen Anstieg erreichten wir unseren Rundweg zur Burgruine Lichtenegg, vorbei an zahlreichen Orchideen, deren Blüten wir aber leider zu dieser Jahreszeit noch nicht bewundern konnten. Für die Kinder waren besonders die zahlreichen Felsnischen u. Höhlen interessant, die selbstverständlich alle erkundet u. erforscht wurden.
Bei der Burgruine Lichtenegg machten wir unsere Mittagspause und genossen die herrliche Aussicht und das beständige Wetter. Auf dem Heimweg wurden noch 2 kleine Eselchen gestreichelt u. Butzelkühe für das bevorstehende Burgfest gesammelt.
Gegen 13:30 Uhr ging unsere schöne Wanderung zu Ende und wir waren alle froh – trotz des grauen Himmels – draußen in der Natur gewesen zu sein.

Evi Höreth

01.05.2014 – Kanutour auf der Wiesent

Wie nun schon zur Tradition geworden, trafen wir uns am 1. Mai zur Kanutour. Diesmal ging es nach Doos um auf der Wiesent zu fahren.

Beim Kanuverleih bekamen alle ihre Ausrüstung und schon ging es los mit den Booten auf dem Auto zum Startpunkt 5 km weiter. Nach dem Abladen und einer kurzen Einweisung setzten alle ins kühle Nass ein. Die Fahrt dauerte mit kurzer Pause etwa 2 Stunden. Die Kinder mussten am Ausstieg natürlich noch die Funktion der Schwimmwesten am lebenden Objekt testen.

Im Cafe in Doos gab es Kaffee und Kuchen für die Erwachsenen, während die Kinder den Erlebnisgarten ausprobierten.

Da das Wetter doch beständiger war als vermutet, machten wir noch einen Abstecher Richtung Muggendorf zur Rosenmüllerhöhle. Die Kinder waren ganz begeistert von der Stimmung mit Teelichtern und versuchten natürlich bis in die letzten Winkel zu kommen.

Erst auf dem Heimweg hat uns der angekündigte Regen erwischt und wir waren uns einig der Spruch: „Wenn Engel reisen..“ traf wieder voll und ganz auf unsere Gruppe zu.

Heiko Schneider

13.07.2014 – Wanderung zur Vilsquelle nach Kleinschönbrunn

Am 13.07. trafen sich die Wetter-Ignorierer in Amberg und fuhren gemeinsam nach Krickelsdorf. Der längere Hinweg führte uns durch die Wälder zwischen Hirschau und Großschönbrunn. Dank der Waldverpflegung von Himbeeren und Blaubeeren und der riesigen Sandgrube war der Weg sehr kurzweilig. Alle waren von der Vilsquelle begeistert. Die Erwachsenen vom überdachten Brotzeitplatz, die Kinder vom schönen Spielplatz. Nach einer längeren Rast ging es über den Kreuzweg und an einer Kapelle mit schöner Aussicht vorbei wieder Zurück zu den Autos. Wer die Vilsquelle noch nicht besucht hat, sollte dies unbedingt mal tun.

Annett Schneider

19.–21.09.2014 – Hüttenwochenende der FamAlpis auf der Neuen Magdeburger Hütte (südliches Karwendel)

Nach recht zäher Anfahrt durch Holledau-Baustelle und München begann unser Aufstieg am Freitag gegen halb sieben Uhr vom Bahnhof Hochzirl (auf ca. 900 m) zur Neuen Magdeburger Hütte (1.633 m). Anfangs konnten wir noch einen Waldpfad nutzen, bei Einbruch der Dunkelheit waren wir auf Forstwege und Stirnlampen angewiesen. Nach Ankunft auf der Hütte um ca. 21 Uhr haben wir uns mit einer leckeren Suppe belohnt.

Samstag ging es nach gemütlichem Frühstück los. Unser Ziel war der Große Solstein, der im Übrigen niedriger ist als der Kleine. Der Gipfel liegt aber immerhin noch auf 2.541 m. Anfangs ging´s durch Waldsteige, dann über Latschenwurzeln, immer recht steil bergauf. Das Geröllfeld ab 2.000 m forderte uns alle. Erst die letzten 10 Minuten führte ein felsiger Grat zum Gipfel, wo dann ringsum allerdings schon Wolken aufzogen. Das Gipfelglück dauerte daher leider nicht zu lange und wir begannen zügig den Abstieg.

Bei unserer Pause auf gut 2.000 m sahen wir zwar, wie vom Gipfel her Nebel und Wolken aufzogen. Wir hatten aber Glück und es blieb trocken und die Sicht klar. Sogar eine Gams zeigte sich kurzzeitig. Nach dem Abendessen spielten wir noch ein paar Runden „6 nimmt“, bevor uns die Müdigkeit in unser Lager trieb.

Für den nächsten Tag warteten wir erst das Wetter ab, da die Vorhersagen nicht so rosig waren. Morgens sah es aber gar nicht so schlecht aus, so dass wir auf Empfehlung eines Mitglieds der Sektion Geltendorf, die zum Arbeiten auf der Hütte waren, noch eine Runde gingen.

Wir machten uns also auf zum Kirchbergköpfl (nur noch 1.943 m) und Hechenberg mit wunderschönen Ausblicken ins Inntal und auf Innsbruck runter. Auch das Gipfelkreuz des Solstein hatten wir meistens im Blick. Auf Schmugglerpfaden (nicht markierte Wege durch die Latschen) und felsigen Wegen mit Seilsicherung ging´s wieder zurück zur Hütte. Da inzwischen die Sonne wieder vom blauen Himmel strahlte, setzten wir uns zur Brotzeit noch mal vor die Hütte, bevor es wieder ins Tal ging.

Kurz bevor wir auf die Autobahn auffuhren, zogen dann dunkle Wolken auf und stürmischer Regen begleitete uns fast die ganze Heimfahrt.

Martina