Norwegen – Skitouren in den Lyngen Alpen und rund um Tromsø

Termin: 28.02. – 12.03.2022

Hoch oben im Norden Norwegens, nicht weit entfernt vom Nordkap, befindet sich an der Westküste die Stadt Tromsø. In unmittelbarer Nähe, eingebettet in Fjorde, die Lyngen Alpen. Es gibt wohl nur wenige Ecken in Europa, die ein Skitourenherz höherschlagen lassen. Genau dahin soll es gehen.

Tourencharakter/Voraussetzungen:
– Mitgliedschaft in der Sektion Amberg im DAV
– Kondition für Skitouren mit 1500Hm/Tag
– Sicheres Abfahren im Tiefschnee
– LVS Grundkenntnisse
– Teilnahme an Vorbesprechungen (Terminabsprache nach der Anmeldung)
– Bei Anmeldung Anzahlung im Voraus
– Motivation für tolle Skitouren und guten Powder!

Ausrüstung:
– Skitourenausrüstung
– LVS-Gerät, Schaufel und Sonde (kann in der Geschäftsstelle geliehen werden)

Anreise:
Flug von München über Oslo nach Tromsø

Unterkunft:
Selbstversorger Unterkunft
– 1. Woche: 28.02.-05.03.2022 (Kvaløya, Malangen)
– 2. Woche: 06.03.-12.03.2022 (Lyngen Alpen)

Kosten:
ca. 1.500 € p.P.
(Es handelt sich um eine Abschätzung)
In der Vorkalkulation inbegriffen:
– Flug mit Skiausrüstung
– Selbstversorger Unterkunft
– Mietwagen
– Lebensmittel

Wichtige Hinweise:
Die Veranstaltung ist den jeweils geltenden Corona-Bestimmungen unterworfen.

Anmeldung und Auskunft:
Teilnehmerbegrenzung auf 8 Personen!
Anmeldeschluss: 28.11.2021
Anmeldung per Email an: Andreas Irler

Tourenbericht: jdav-Wanderwochenende Spitzingsee

10. – 12. September 2021
JDAV Aktion Bergfreunde – Sektion Amberg

Ab in die Berge: Am Freitag, kurz vor zwei an der Kletterhalle in Amberg ist der Treffpunkt unserer ersten Tour in neuer Gruppenkonstellation – aus zwei Gruppen war eine geworden.

Erstaunlicherweise ist Paul pünktlich da. Ein paar aus der Gruppe erledigten letzte Erledigungen im Diska und bei der Bank, dann geht es los. Exakt um 14 Uhr brechen wir mit drei Autos auf und machen uns auf besprochener Route auf in Richtung Süden.
Zur Unterhaltung teilt jedes Auto seinen Livestandort mit – anfangs liegt Vikis Auto vorne, doch es dauert nicht lange bis sie alle überholen. Im Laufe der Fahrt fällt auf das ein Auto die besprochene Route verlassen hat und über eine eigentlich gesperrte Route fährt. Eine abenteuerliche Strecke, wie sich im Nachhinein herausstellt. Gegen späten Nachmittag erreichen wir dann unsere Unterkunft, das DAV-Haus Spitzingsee.
Am Abend soll es regnerisch sein, aber da das Wetter noch hält, machen wir uns auf, um unsere Beine zu vertreten. Wir umrunden den Spitzingsee und unsere zwei Fotografen (Paul und Bene) schießen genügend Landschaftsbilder, weshalb die beiden hin und wieder auf der Strecke bleiben. Aber auch unser erstes Gruppenbild wird geschossen.
Die Mädels sind die ganze Zeit an der Spitze und führen die Truppe mit einem zügigen Tempo an – vielleicht wird aus dem Wander- doch ein Trail-Running-Wochenende?
Nach gut der Hälfte machen wir einen Halt am Spielplatz und betrachten beim begeisterten Schaukeln und Wippen unsere geplanten Gipfel (Brecherspitz, Jägerkamp, Aiplspitz & Taubenstein) für die nächsten Tage. Nach einem Spaziergang am See darf natürlich eines nicht fehlen: Eine Erfrischung im selbigen! Einige Mutige der Gruppe stellen beim Baden fest, dass das Wasser doch recht kalt ist.
Wieder in der Unterkunft angekommen wird es Zeit für das Abendessen. Kathi und Viki haben schon beim Spaziergang ihren Hunger gespürt. So kochen wir endlich gemeinsam, wie es am Essenplan steht, Tomate-Mozzarella-Risotto. Während des Kochens kommt zwischen Bene und Viki eine wilde Diskussion über den kulinarischen Nutzen von Zwiebel und Petersilie auf, welche bis heute nicht endgültig beendet ist.
Zwischendurch klären die Jugendleiterinnen (Lisa und Viki) alles mit der Unterkunft. Bei der Nachfrage des Gruppennamens fällt auf, dass wir noch keinen neuen gemeinsamen haben.
(Aktueller Stand: Aktion Bergauf; Bergkitze)
Nach dem Essen studieren wir den Wetterbericht, der für Samstag leider Regen voraussagt und passen unsere geplanten Touren an. Der Plan für die Touren steht also und wir widmen uns dem erneut der Suche nach einem Gruppennamen. Wir sammeln diverse Vorschläge für einen neuen – hierzu später mehr. Zum Ausklingen des Abends folgen lustige und aggressive Runden Uno Flip, in denen 15 Karten ziehen eher die Normalität ist. Um unsere Nerven zu beruhigen, spielen wir noch ein paar Runden 6nimmt, bevor wir alle ins Bett gehen.

Am nächsten Morgen klingelt für Kathi, Franzi, Paul und Paul schon vor sieben Uhr der Wecker. Nachdem die Vier einmal in den See springen, ist auch der Rest aus den Betten gekrochen und es gibt Frühstück.
Fertig gepackt geht es, bei noch verhangenem Himmel, auf zur ersten Tour. Ziel-Gipfel ist die Brecherspitz auf 1683m. (Das DAV-Haus liegt auf 1124m)
Schon in der ersten Stunde legen wir auf einem steilen Stück viele Höhenmeter zurück. Franzi hat eine erstaunliche Kondition und legt ein anspruchsvolles Tempo vor. Die Gruppe teilte sich ca. in der Hälfte, da einige ein anderes Tempo bevorzugen. Wir bleiben in Sichtweise und an einer kleinen Kletterpassage sind wir dann wieder vereint.
Nach knapp zwei Stunden erreichen wir die Brecherspitz und machen unser nächstes Gruppenbild. Während Paul den Selbstauslöser einstellt, verewigt Bene uns im Gipfelbuch: Franzi fragt sich, was die „Puffdinger am Himmel“ sind (Wolken?!) und es gibt erste Schleichwerbung für den Instagram-Account (@jdav_amberg).
Auf der anderen Seite des Gipfels steigen wir wieder ab, machen eine Pause am Panorama-Klo, erwerben erste Weghalbe und schauen Kühen zu, wie sie für den Almabtrieb geschmückt werden.
Die gerade erst abgestiegenen 300 Höhenmeter gilt es jetzt über eine etwas alpinere Passage wieder aufzusteigen und wieder glänzt Franzi mit ihrem uneinholbaren Tempo. Tatsächlich fängt es leicht an zu nieseln, auch kalter Wind wartet auf uns.
Nach einem nur noch windigen Mittagessen bei einer Kapelle auf dem Grat (Bene und Viki hatten leider ihr restliches Risotto vom Vorabend vergessen) steigen wir in einer guten Stunde bei nun erfreulichem Sonnenschein zur Hütte ab, die wir gegen Nachmittag erreichen.
Frisch geduscht spielen wir ein paar Runden Uno und wagen uns an die Gruppennamen-Diskussion, die wir vertagen und verabschieden uns von Franzi, die am Sonntag wieder in Amberg sein muss.
Um das Wetter, welches sich ja doch zum Guten entpuppte, zu nutzen, geht es ohne Lisa die migränebedingt zurückbleibt, nochmal an den See, um Tretboot zu fahren. Der Verleih ist leider geschlossen. Zum Trost gönnen wir uns dafür wieder einen Halt am Spielplatz und teilen uns bei den letzten Sonnenstrahlen Pommes mit Blick auf den See.
Wieder zurück am DAV-Haus entscheiden wir uns, nur das Risotto von gestern aufzuwärmen, also werden die Käsespätzle vom Essenplan gestrichen. Nach dem Essen spielen wir natürlich wieder Uno, merken aber dass wir doch geschafft vom Tag sind und gehen etwas früher als gestern ins Bett.
(Das Wander-Uno Verhältnis steht jetzt schon 2:3)

Am nächsten Morgen stehen wie wieder um sieben Uhr auf, aber diesmal bei bestem Bergwetter – trotzdem finden sich heute keine Morgenschwimmer.
Bei unserer heutigen längeren Tour wollen wir drei Gipfel besteigen: Zum Jägerkamp (1746m) über die Aiplspitz (1759m) und zum Schluss den Taubenstein (1692m).
Diese Tour beginnen wir auf der anderen Seite des Sees, diesmal zunächst mit entspannten Serpentinen, über die uns Viki mit einem geschmeidigen Tempo führt.
Nach rund zwei Stunden und einem kurzen Stopp auf einer Alm, an der uns neben einem Hund auch ein Alpaka und ein sehr anhängliches Schwein (Lotte) begrüßt, erreichen wir den Jägerkamp mit Blick auf unser nächstes schönes Ziel. Der beeindruckende Bergkessel liegt hinter uns und jetzt haben wir nicht nur unser nächstes Ziel im Blick, sondern eine Gipfelkette mit wunderbaren Blick Richtung München und Österreich, die wir auf uns wirken lassen.
Nach einem Gipfelfoto geht es dann auf zur Aiplspitz, die ein Stück höher liegt. Erst im Nachhinein haben wir beim Studieren der Karte festgestellt, dass wir offenbar noch einen Gipfel auf dem Weg mitgenommen haben. (Aktuelles Update: Gipfel 2/3 3/4)
Der Weg zum nächsten uns bekannten Gipfel führt über einen Grat mit etwas anspruchsvolleren Kletterpassagen, die wir aber als Frankenjura-erprobte Kletterer alle gut meistern. Gegen halb zwölf machen wir dann auf der Aiplspitz unsere Mittagspause und genießten in vollen Zügen die Landschaft um uns herum, machen das obligatorische Foto und lassen uns von Bene wieder im Gipfelbuch verewigen.
Wieder entgegen des Wetterberichts bemerken wir dann dunklere Wolken, die die Sonne verschluckt und beginnen deswegen den Abstieg. Selbiger gestaltet sich auch ohne Regen recht rutschig und zwischendurch haben wir auch kurz Schwierigkeiten den Weg zu finden.
Gemeinsam mit zwei ebenfalls suchenden Wandrerinnen meistern wir aber auch dieses Problem und gehen zur Abwechslung durch matschiges Gelände weiter in Richtung Taubenstein.
Nach dem wir von der Bergstation der Seilbahn aus mit dem Taubenstein in 20 Minuten unseren nächsten Gipfel erklommen haben (Gipfel 4/4), entscheiden wir uns voller Motivation, noch einen letzten Berg zu besteigen. Der Rauhkopf stellt mit seinen 1692 Metern für uns keine Herausforderung mehr dar und ein kleiner Teil der Gruppe beschließt sogar, den letzten Gipfel rennend zu erreichen. (Gipfel 5/4)
Auf dem Gipfel stellen wir (natürlich nach – einem Foto; Bene möchte aber im 21. Jahrhundert ankommen und beharrt auf ein Selfie) fest, dass der kleine Abstecher sogar gut zu unserer Route passt und steigen dann direkt von dort zur Schönfelder Hütte ab, wo wir einkehren.
Gut gestärkt steigen wir das letzte Mal ab, und obwohl wir zunächst fast nicht an Höhe verlieren, erreichen wir zügig den Spitzingsattel. Von dort holen Paul und Viki die Autos, der Rest geht direkt zur Unterkunft.
Jetzt könnte man meinen, unsere Tour wäre hier vorbei gewesen. Nein, noch wartet die Heimfahrt auf uns, die wir den Lesern nicht vorenthalten wollen.
Zunächst werden die Autos gepackt, heute in strikter Geschlechtertrennung. Es werden wieder Live-Standorte ausgetauscht, dann ruft Bene zweimal Viki an („Äääh ich wollte eigentlich meine Mutter anrufen“ und „Lasst mal gemeinsam im Stau stehen ist bestimmt witzig, wir treffen uns nach dem Tanken“).
Nachdem Paul getankt hat und wir alle in Schliersee im Stau standen, finden sich die Autos dann auf der Autobahn aber doch nicht. Zumindest nicht, bis sich der Stau aufgelöst hatte – dann wurde das Auto von Viki plötzlich von Paul überholt, während Bene bei geöffnetem Dachfenster und schallend lauter „Fluch der Karibik“-Musik, gut seinen Hut festhaltend aus dem Dachfenster schaut.
Für Verwirrung sorgt dann kurz vor Regensburg ein Fahrerwechsel der Jungs – plötzlich wird Viki ein zweites Mal an diesem Tag überholt.
Kurz vor neun Uhr erreichen wir dann schließlich die Halle und beenden, nachdem wir unsere restlichen Vorräte verteilt haben, unsere erste gemeinsame tolle Tour. Auf viele neue Abenteuer!

Nachtrag: Rund eine Woche später wurde dann in bester demokratischer Manier durch eine Doodle Umfrage die Suche nach dem Gruppennamen geklärt: Herzlich Willkommen bei der „Aktion Bergfreunde“!