Tourenbericht: Plaisirklettern in Arco Mai 2024

16.05. Donnerstag: Am Donnerstag geht es für eine Gruppe der Jugend nach Arco, um dort die nächsten vier Tage Mehrseillängen zu klettern. Treffpunkt ist für Bene, Torsten, Toni und Leo um 15:00 Uhr in Amberg, um den neuen Bus zu packen und das benötigte Jugendmaterial einzuladen. Pünktlich fahren wir los, um Dine in Regensburg von einem Seminar und Timo in Raubling einzusammeln. Vollzählig geht es dann weiter Richtung Italien. Zeitgleich ist auch schon das zweite Auto mit Savan und Paul unterwegs, die ab München gestartet sind und David in Innsbruck abholen. Die Wetterprognosen für das Wochenende sind leider sehr durchwachsen, und sobald wir auf dem Brenner sind, setzt der Regen ein. Die Sorge, die Zelte heute noch im Regen aufbauen zu müssen, nimmt zu. Sobald wir aber die Abfahrt in Trento nehmen, hört der Regen auf, und wir kommen im Trockenen am Camping Zoo in Arco an. Dort erwarten uns bereits David, Paul und Savan, die es sich schon einmal in Savans Berlingo gemütlich gemacht haben. Aufgrund der späten Uhrzeit machen wir uns gleich ans Zeltaufbauen. Hier haben es Dine und Leo ganz klar am einfachsten, die nur noch Dines Dachzelt aufklappen müssen, das Dine und Savan vor der Abfahrt auf Savans Auto montiert haben. Danach geht es gleich ans Essen kochen. Auf dem Speiseplan stehen Nudeln mit Huskyfood (klassischerweise eine Soße aus Tomaten, Thunfisch, Kapern und Oliven – so stand es auch auf dem Speiseplan). Bevor Dine reagieren kann, ist der Thunfisch schon in der Soße, und das „optional“ aus dem Speiseplan ist leider nicht mehr optional. Später munkelt man, dass der Zusatz “optional” erst nachträglich hinzugefügt worden sei… Naja, zum Glück hat Bene, der für uns eingekauft hat, auch an Pesto gedacht, und so können alle ihr Essen ganz nach ihrem Geschmack genießen. Dann geht es noch zum Abspülen, und wir gehen schlafen, da es bereits sehr spät ist.

17.05. Freitag: Heute schlafen wir erst einmal aus, um den Felswänden nach dem gestrigen Regen Zeit zum Trocknen zu geben. Nach einem entspannten Frühstück mit Müsli, Bananen und Äpfeln geht es an die Besprechung der Seilschaften und der Touren. Paul und Savan können leider aufgrund einer Verletzung beide nicht mit uns klettern gehen, unterstützen uns aber mit ihrem Wissen und ihren Erfahrungen zu den Touren in Arco. Unsere Jugendleiter Paul und Bene gehen noch einmal alle Basics für das Mehrseillängenklettern mit uns durch, und dann geht es schon los zum Fels. Timo, Torsten und David steigen als Dreier-Seilschaft in die Orfeo ein. Die anderen beiden Seilschaften, bestehend aus Toni und Bene sowie Dine und Leo, nehmen sich die Via delle Ammoniti vor, die vor allem in der Mitte zwei schöne Seillängen für uns bereithält. Bereits am frühen Nachmittag kommen wir oben an und beschließen aufgrund der Uhrzeit noch in die parallel liegende Tour Geri einzusteigen. Diese Route können wir aber aufgrund des ganzen Gestrüpps nicht empfehlen und wird von uns im Nachgang nur noch als „den botanischen Garten“ bezeichnet. Der Ausstieg ist auch nicht ausfindig zu machen, weshalb wir in die Via delle Ammoniti queeren und dort die letzte Seillänge als Ausstieg nehmen. Abends auf dem Campingplatz gibt es heute Fake-Risotto. Warum Fake? Nun, letztendlich ist es nur Reis mit Tiefkühlgemüse, das aufgrund der fehlenden Kühlung leider schon etwas angeschmolzen ist. Obendrauf gibt es noch Parmesan, und fertig ist das „Risotto“. Überzeugen kann es die Gruppe aber nur zur Hälfte und wird es wahrscheinlich nicht wieder auf den Speiseplan schaffen. Nach einer geselligen Runde geht es dann auch wieder schlafen, damit wir fit für morgen sind.

18.05. Samstag: Weckzeit ist heute um 8:00 Uhr, und nach einem Frühstück geht es wieder in drei Seilschaften los. Timo, Toni und Bene steigen in die Aphrodite ein. Nachdem die erste Hürde, ein sehr hoher erster Haken in der ersten Seillänge, den Toni aber sicher anklettert, überwunden ist, ist es eine sehr lässige Tour. In der Mitte der Tour hat sich Toni von den ersten Längen erholt und steigt eine weitere Seillänge vor. Bene kommt ihr nach und findet auf einem Felsvorsprung ein Handy. Bei Toni am Stand will er ihr von seinem Fund berichten, wird aber unterbrochen: Toni hat ihr Handy fallen lassen. Problem: Das gefundene und das verlorene Handy sind zwei verschiedene. Also bleibt den dreien erstmal nichts übrig, als die Route zu Ende zu klettern. Mit Hilfe moderner Technik (Apple weiß immer, wo dein Handy ist, auch wenn es aus 150 Metern abstürzt) kann sich Timo von oben abseilen und nach kurzer Suche das Handy tatsächlich unbeschädigt in der Wand finden. Währenddessen klettern David und Dine sowie Torsten und Leo in der Tour Fuge del Hades. Der Einstieg gestaltet sich auch hier nicht leicht, und der Überhang kann von Dine und Leo nur mit viel Hilfe aus dem ersten Stand überwunden werden. Danach folgen aber sehr schöne Seillängen. Aber der Tag bleibt auch für Torsten und Leo nicht ohne Zwischenfall. Am zweiten Stand verliert Leo ihren Tuber. Jetzt heißt es für Torsten, ganz nach alter Schule, mit HMS den Nachstieg zu sichern, und Leo sichert den Vorstieg mit dem verbliebenen Mega Jul. Nach dem Abstieg wird auch hier eine Suche nach Leos Tuber von Dine, David und Torsten gestartet. Ganz wie bei der Lawinensuche suchen wir am Felsfuß, und tatsächlich: David findet den unbeschädigten Tuber. Zurück am Campingplatz geht es für Toni und Timo in die Stadt, um guten italienischen Kaffee zu kaufen (der leider ausverkauft war), und für den Rest geht es in den Hot-Tub auf dem Campingplatz. Danach machen wir uns an die Vorbereitungen fürs Abendessen. Heute gibt es Couscous mit Feta, Gurke und getrockneten Tomaten. Auf den gelungenen Tag des Verlierens, Suchens und Findens blicken wir dann bei diversen Gläsern Wein zurück.
19.05. Sonntag: Los geht es für unser Lager wieder um 8:00 Uhr, und nach unserem Frühstück geht es für die Seilschaften David/Dine/Leo und Torsten/Bene/Toni in die Tour Nuova Via. Eine sehr schöne Tour, bei der im Topo empfohlen wird, den Baum zu Beginn zur Unterstützung zu nutzen. Ein sehr guter Tipp, mit dem allen der Einstieg gelingt; auch ein athletischer Zug vor dem ersten Haken kann uns nicht abschrecken – im Gegensatz zu einer wartenden Seilschaft hinter uns. Nach der kurzen Tour bleibt uns noch Zeit, um an den Gardasee zu fahren. Deshalb heißt es schnell Klettersachen wegräumen, Auto umräumen und ab Richtung See. Am Kiesstrand genießen wir die letzte Sonne, gehen baden und spielen das Reaktionsspiel „Taco Cat Goat Cheese Pizza“. Hier lässt aber bei einigen die Reaktionszeit nach den langen Klettertagen sehr zu wünschen übrig, was das Spiel aber umso herausfordernder und lustiger macht. Dann geht es wieder zurück zum Campingplatz, es wird schnell geduscht, und dann geht es für die lang ersehnte Pizza in die Stadt nach Arco. Bei einer sehr guten Pizza und Wein erzählen wir uns alte und neue Geschichten und lassen die letzten Tage Revue passieren. Weiter geht es am Campingplatz, wo wir unsere letzten Süßigkeiten und Getränke vernichten und bis in die tiefe Nacht in Gesprächen versinken.

20.05. Montag: Am letzten Morgen und für manche nach einer sehr kurzen Nacht werden wir heute dank Timo und Tonis Musikbox bei bester Musik geweckt (zum Leidwesen unserer Nachbarn). Nach einem leckeren Frühstück mit Spiegelei-Semmeln und Bacon geht es auf in letzte kurze Klettertouren. Davor räumen wir aber den Campingplatz, schlichten alles wieder in den Bus und parken diesen auf dem Kletterparkplatz. Toni, Torsten und Timo nehmen sich noch einmal die Nuova Via vor, da ihre ausgewählte Route, die Da Calliope, leider stark überfüllt ist. Währenddessen steigen David, Dine und Leo in die Nereidi ein. Eine schöne Tour, bei der aber leider mittlerweile vor allem der Hangelquergang sehr speckig ist. Zurück am Bus geht es für eine kurze Wäsche in den Fluss, und danach gibt es eine abschließende Feedbackrunde, angeleitet durch unsere Jugendleiter Paul und Bene. Bevor es auf die Autobahn geht, gibt es noch eine Runde Pizza Margherita für alle und eine Kugel Eis. Dann heißt es Abschied nehmen von David, Savan und Paul, deren Ziel Innsbruck und München ist. Für den Rest geht es mit dem Bus wieder über Raubling nach Amberg. Unser Glück in Bezug auf das Wetter können wir bei der Abfahrt kaum fassen, denn Arco verlassen wir bei den ersten Regentropfen. Nach einer angenehmen Autofahrt erreichen wir die Kletterhalle in Amberg um Mitternacht.

Text: Leonie Kellner & Benedikt Lueger, Bilder: Benedikt Lueger

Noch mehr Bilder gibts auf Instagram

Dein Verein Braucht Dich!

Auch dieses Jahr brauchen wir wieder zahlreiche helfende Hände, um unser alljährliches Burgfest zu stemmen. Wir sind für jeden Helfer dankbar. Egal, ob am Grill, im Ausschank oder bei der Bedienung.

Doch das ist noch lange nicht Alles.
Wir möchten diesen Anlass auch nutzen, um alle unsere Mitglieder aufzurufen, sich ebenfalls ehrenamtlich zu engagieren.
Es gibt viele Möglichkeiten sich bei der Sektion Amberg des DAV einzusetzen, ob in der Vorstandschaft oder als freiwilliger Helfer: Jeder kann mit anpacken wie und wo er gerne möchte.
Wir suchen Mitglieder die mit Freude und persönlichem Einsatz verschiedene Aufgaben übernehmen.

Du bist mit dabei?
Meld´ Dich einfach per Email oder
komm in den nächsten Wochen dienstags oder donnerstags ab 18:00 Uhr in der Geschäftsstelle vorbei!

Tourenbericht: Skifahren & mehr am Stubaier Gletscher März 2024

22. – 24. März 2024,
JDAV Aktion Bergfreunde

Am Freitag starten wir überpünktlich aus Amberg, da alle dachten, die Treffzeitpunktzeit ist die Abfahrtszeit. Mit unserem neuen Sektions-Bus und unserer Ausrüstung im Gepäck sind wir auf dem Weg nach Österreich zum Stubaier Gletscher. Dank Viki und Sina sind wir reichlich versorgt mit Kuchen und Pizza. Um 13 Uhr kommen wir pappsatt an der Talstation Eisgrat auf 1695 Hm an. Manche von uns sind behangen wie Christbäume, weil das ganze Material ja auch irgendwie hoch auf den Berg muss. Oben angekommen können wir zum Glück gleich unsere Unterkunft für die nächsten 2,5 Tage beziehen. Nachdem wir unser Gepäck in der Zollhütte abgeladen haben, flitzen wir ab auf die Piste. Dort können wir den restlichen Skitag bei perfektem Skiwetter nutzen. Zwei weitere Mitglieder aus der späteren Gruppe steigen mit ihren Tourenski auf. Ihr Gepäck kommt mit der Gondel nach. Pünktlich um 18 Uhr kehren wir alle gemeinsam zum Abendessen auf unsere Nachtbarhütte (Dresdner Hütte) ein (ca. 14 Hm). Das Essen schmeckt uns sehr gut, doch die Anfrage auf ein früheres Frühstück für unsere drei Skitouren-Gänger sorgt kurzfristig für große Verwirrung. Unsere Bedienung (ein Berliner) ist schwer davon überzeugt, dass es doch ein Scherz sein muss, dass ein paar von uns vor 7 Uhr frühstücken wollen und lädt sie prompt zur Apres Ski Party nebenan ein. Nach erneuter Anfrage können wir das Missverständnis klären und unsere Jungs erhalten ein mehr als großzügiges Frühstückspaket. Wieder in der Zoll Hütte angekommen lassen wir den Abend entspannt ausklingen.

Am nächsten Morgen sind unsere Touren-Gänger schon früh auf, genießen ihr Frühstück und werden von zwei frühen Vögeln hinaus zu ihrem Start begleitet. Für den Rest geht es um 7 Uhr zum Frühstücksbuffet in die Dresdner Hütte und danach frisch gestärkt auf die Piste. Weil die Hütte mitten im Skigebiet auf Höhe der Mittelstation liegt, sind wir eine der Ersten, die abfahren können. In der Früh ist das Wetter noch super, doch gegen Mittag zieht es zu und es gibt Neuschnee auf der Piste. Doch wir lassen uns von der Wetterlage nicht unterkriegen und nutzen das
schlechte Pistenwetter um Neues auszuprobieren. Manche von uns tauschen ihre Ski gegen ein Snowboard ein und umgekehrt.

Währenddessen erleben unsere Skitour-Gänger folgendes:

Nachdem die zwei frühen Vögel uns raus begleitet haben, geht es mit einer halben Stunde Zeitverzug die Piste hoch. Bei dem ersten Wegpunkt, von dem wir die drei Ziele sehen können, halten wir eine kurze Lagebesprechung und entscheiden uns für die Tour zum Nördlichen Daunkogel. Oben am Mutterberger Joch angekommen genießen wir die wunderschöne Aussicht, fellen die Skier ab und schnallen die Steigeisen auf, um den restlichen Aufstieg zum Nördlichen Daunkogel zu bewältigen. Dort angekommen haben wir Sicht auf das Sulztal, die Wilde Leck sowie die Mutterberger Seespitze. Die Amberger Hütte ist leider nicht in Sicht, da sie sich knapp hinter einem Felsriegel versteckt. Auf dem Rückweg trübt das Wetter immer mehr ein, trotzdem versuchen wir die Abfahrt zu genießen. Nachdem wir unten an der Piste ankommen, die Ski erneut auffellen und uns auf den Weg nach oben machen, kommen plötzlich 5 bekannte Jackenfarben um die Ecke gestochen. Die Gruppe ist wieder vereint und wir entscheiden uns gemeinsam mit den anderen die Talabfahrt zu fahren. Das heißt Skier nach 100 Hm wieder abfellen und gemeinsam die Piste runter. Ein paar von den Jungs fahren noch weiter ins Tal, um ein Paar Snacks für den Abend zu besorgen. Der Rest fährt währenddessen wieder zu unserem Basislager. Nachdem alle geduscht und wieder frisch gemacht sind, gehen wir wieder zum Abendessen auf die Dresdner Hütte. Nach einem üppigen Abendessen mit reichlich Nachschlag, versammeln wir uns an der Tafelrunde in der Zollhütte und halten eine Lagebesprechung über den anschließenden Tag. Da einige von uns die Nacht davor schlecht geschlafen oder Jetlag haben, gehen ein paar schon früh schlafen. Der wache Kern wagt sich noch an ein paar Runden Jungle Speed, die in der ein oder andern Diskussion und beleidigten Gesichtern enden. Am Schluss sind aber alle wieder friedlich und gehen nach einem erfolgreichen und aufregenden Tag schlafen.

Nach dem erlebnisreichen Tag lassen es alle heute ein bisschen ruhiger angehen. Gemeinsam genießen wir unser letztes Frühstück auf 2308 Hm und starten in den letzten Pistentag. Zu Beginn ist die Sicht noch gut, doch gegen Mittag zieht es leider wieder zu. Die eine Gruppe genießt die letzten Abfahrten und die andere Gruppe geht Eisklettern. Gegen 14 Uhr treffen wir uns alle an unserem Sektions-Bus, sowie einem zusätzlichen Auto und machen uns für die Heimfahrt bereit. Der Bus setzt noch einen von uns, der noch nicht genug vom Skifahren hat und nochmal eine Woche Skiurlaub dran hängt in Wiesing (Ausfahrt Zillertal) ab. Für uns geht es danach auf direktem Weg nach Hause, wo wir auch gut wieder ankommen. Vielen Dank an dieser Stelle an Heiko und Rolf, dass es so schnell mit dem Sektions-Bus funktioniert hat und wir diesen für unser Skiwochenende nutzen durften.

Noch mehr Bilder gibts auf Instagram