Tourenbericht: Wanderwoche im Kleinwalsertal

28. August – 4. September 2021
Seniorengruppe DAV Amberg

Nach alter Tradition verbrachten auch dieses Jahr die Senioren wieder eine Woche in den Bergen. Günter und Herbert organisierten die Reise und buchten ein Hotel im Wäldele, nahe bei Rietzlern, im Kleinwalsertal.

Am Samstag, den 28.8., reisten die 17 Teilnehmer/innen an. Bei der Anreise hat es schon geregnet und die Vorhersage für die nächsten Tage war nicht besser. Aber bei den vielen Tourenvorschlägen von Walter waren auch Wege dabei, die gut mit Schirm zu gehen waren.

So wanderten wir am Sonntag, vom Hotel weg, an der Auenhütte vorbei, zur Alm Melköde. Da dort, in der kleinen Gaststube, nur ein paar von uns Platz fanden, machten sich die anderen gleich wieder auf dem Heimweg und kehrten in der Auenhütte ein. Am frühen Nachmittag waren bereits alle wieder im Hotel. Dort konnte man das Schwimmbad ausprobieren. Für Leseratten gab es eine umfangreiche Bibliothek.

Am Montag immer noch Regen. Wir machten uns auf den Weg, am Schwarzwasserbach entlang, zum Mahdtalhaus. Das ist eine DAV Hütte, die aber an diesem Tag nur für Übernachtungsgäste geöffnet war. Es bildeten sich zwei Gruppen. Die einen gingen gleich zurück zum Hotel. Die anderen wanderten weiter nach Rietzlern und fuhren von dort mit dem Bus zum Hotel.

Am Dienstag besserte sich das Wetter, aber es war noch unbeständig. Also nochmal eine kleine Tour. Von Mittelberg ging es mit dem Zaferalift hinauf zu einem Höhenweg. Auf diesem wanderten wir, vorbei am Schöntalhof, zur Auenhütte. Da wir eine Dauerkarte für alle Seilbahnen hatten, fuhren wir mit der Ifenbahn rauf zur Ifenhütte, wo wir einkehrten. Anschließend nahmen wir wieder die Bahn nach unten und von dort war es nicht mehr weit zum Hotel.

Am Mittwoch dann, endlich blauer Himmel. Wir fuhren mit der Seilbahn auf das Walmedingerhorn. Die 50 Höhenmeter zum Gipfelkreuz schafften alle. Nach dem obligatorischen Gipfelfoto wanderten wir über die Ochsenhofer Scharte zur Schwarzwasserhütte. 5 ganz Mutige nahmen dabei den Weg über die Ochsenhofer Köpfe. Da die Schwarzwasserhütte sehr voll war, gingen wir weiter zur Melköde Alm, wo wir einkehrten. Den Weiterweg zum Hotel kannten wir schon von unserem Montagsausflug.

Am Donnerstag ging es mit der Seilbahn auf die Kanzelwand. Nach dem Gipfelbesuch folgte eine Wanderung zur Fellhornbahn Mittelstation. Hier war Gelegenheit zu einer Brotzeit. Dann fuhren wir zur Bergstation. Von dort stiegen wir auf den Fellhorngipfel, der uns einen herrlichen Ausblick auf die Allgäuer Alpen bot. Wir genossen den Blick auf so bekannte Gipfel wie die Trettachsitze, die Mädelegabel und das Hohe Licht. Der Rückweg zur Kanzelwandbahn war anstrengender als gedacht. Aber ein Schnaps von Herbert gab uns neue Kräfte.

Am Freitag bildeten sich wieder verschiedene Gruppen, denn die Besteigung des Hohen Ifens wollten sich nicht alle antun. Aber Margarete, Alfons, Walter, Franz und ich nahmen die Herausforderung an und erreichten auch den Gipfel. Dafür belohnte uns diesmal Franz mit einem Schnaps.

Mit dieser letzten Tour ging unsere Wanderwoche zu Ende. Am Samstag fuhren wir zurück nach Amberg.

Wanderwoche in der Schweiz (Seniorengruppe)

Als im Januar Günter und Herbert eine Wanderwoche in der Schweiz für die Senioren organisierten, konnte niemand ahnen, wie viel Glück wir hatten, dass sie statt fand. Wir schlossen uns einer Reisegruppe von Christoph Reisen an und brauchten uns dadurch nicht um die Anreise und die Tourenvorschläge kümmern. Zwischen zwei Corona-Lockdowns fuhren 11 Senioren/innen mit dem Bus am Sonntag, 26. Juli, nach Saas Almagell wo wir uns im Hotel Kristall-Saphir einquartierten.
Am Montag fuhren wir mit dem Bus zum Mattmarkstausee. Diesen umrundeten wir, je nach Kondition, in einer kürzeren oder längeren Wanderung.
Die schönste Wanderung der ganzen Woche war am Dienstag. Von Täsch-Alp geht ein Höhenweg nach Sunnegga, immer mit Blick aufs Hörnli. So nennen die Schweizer liebevoll das Matterhorn. Von Sunnegga ging es mit der Bahn runter nach Zermatt, wo wir noch einen Biergarten und den Bergsteigerfriedhof besuchen konnten.
Am Mittwoch war Saas Fee der Ausgangspunkt. Mit der Gondelbahn ging es rauf zum Felskinn. Auf einem Gletscher wanderten wir zur Britanniahütte. Zurück nahmen wir den gleichen Weg und waren schon schon so früh wieder in Saas Fee, dass wir noch Zeit hatten mit der Seilbahn zur Längfluh zu fahren.
Am Donnerstag hatten wir eine länger Anfahrt nach Betten im Gomstal. Zwei Seilbahnen brachten uns zum Bettmer Horn. von dort wanderten wir auf einer langen Rundtour (16 km) zurück zur Seilbahnstation. Im ersten Teil der Tour ging es immer am riesigen Aletschgletscher entlang. Da gab es Fotomotive ohne Ende.
Auch am Freitag stand noch eine schöne Wanderung auf dem Programm. Von Saasgrund ging es mit einer Gondelbahn zum Kreuzboden. Von da gibt es einen Höhenweg nach Saas Almagell. Der Höhepunkt dieser Wanderung ist ein kleiner Klettersteig am Ende der Tour.
Großes Glück hatten wir mit dem Wetter. Außer einem kleinen Regenschauer am Donnerstag gab es die ganze Woche ungetrübten Sonnenschein. So konnten wir am Samstag zufrieden die Heimreise antreten

Tourenbericht Kleinwalsertal

Touren im Kleinwalsertal

Gewitteriges Schauerwetter mit zum Teil ergiebigen Regenfällen. Ein Wetterbericht, der nicht gerade zum Bergwandern einläd. So starten wir mit gemischten Gefühlen am Sonntag ins Kleinwalsertal. Die Unwetterwarnung rund um Memmingen setzt dem Ganzen dann noch die Krone auf. Aber man soll alles nicht so ernst nehmen.

So sind wir angenehm überrascht, als in Mittelberg an der Talstation der Seilbahn zum Walmendinger Horn blauer Himmel zu sehen ist.

Von der Bergstation aus beginnt unsere Dreitagestour unter kundiger Führung von Josef in Richtung Schwarzwasserhütte. Das Wetter zeigt sich momentan stabil und so gehen wir Richtung Ochsenhofer Köpfe immer am Grat entlang. Unsere Freude ist allerdings von kurzer Dauer als Regen einsetzt und wir durch steiles, wegloses Gelände sicherheitshalber zum Normalweg absteigen.

Wie zum Kuckuck reißt es wieder auf und wir gehen in Richtung Ochsenhofer Scharte. Die Sonne scheint vom blauen Himmel. Wir gönnen uns eine kurze Rast, was uns anschließend eine gehörige Portion Regen einbringt. So erreichen wir am frühen Nachmittag die schön gelegene Schwarzwasserhütte.

Wer allerdings dachte, für heute sei schon Ruhe und sich der Körperpflege widmete, der hatte sich geirrt. Eine kleine Tour zum Steinmandl hat Josef noch eingeplant.

Nach der halben Wegstrecke ziehen von Westen dunkle Wolken auf. Doch es geht weiter dem Gipfel entgegen. Leichter Regen und fernes Donnergrollen setzten ein.“ Wir warten noch“. Es regnet weiter, die Wolken werden dunkler. „Vielleicht zieht es vorbei „ . Es zieht aber nicht vorbei. Jetzt aber ab und Rücksturz zur Hütte. Das Gewitter hat uns voll im Griff. Blitz und Donner !! Und jeder ist froh als wir die schützende Hütte erreichen. „Tropfertnos“.

Tags darauf sieht es wettermäßig nicht so schlecht aus. Erst für den Nachmittag sind Regenfälle gemeldet. So starten wir mit Elan erneut zum Steinmandl, um nun endlich mal einen Gipfel zu machen. Es klappt auch und so gehen wir auf dem Grat weiter zum Kreuzmandl unseren zweiten Gipfel. Weiter in ständigem Auf- und Ab zum Falzer Kopf und zum Kreuzle.

Über einen Taleinschnitt unserem Ziel, den Diedamskopf, entgegen, den wir ebenfalls noch trocken erreichen. Den einsetzenden Regen wollen wir in der nahegelegenen Bergstation aussitzen und erlauben uns eine ausgiebige Brotzeit. Doch mit dem Aussitzen wird’s nichts. Im Regen treten wir den Rückweg zur Schwarzwasserhütte an. „ Tropfertnos“.

Der Dienstag steht im Zeichen des Hohen Ifen. Wetterbesserung ist vorhergesagt. So verabschieden wir uns von der Schwarzwasserhütte und steigen mit vollbepacktem Rucksack zunächst im Nebel in Richtung Ifen.

Klassisches Bergwandergelände mit alpinen Einlagen und einigen Seilversicherungen geleitet uns immer weiter dem Gipfel entgegen. „ Wann reißt der Nebel auf“ ? Wann kommt die Sonne“? so fragen sich die meisten. Dann flacht das Gelände aus und verschwommen taucht das Gipfelkreuz auf.

Irmgards Hoffnung auf eine Rundumsicht am Gipfel zerfällt im Grau, das uns einhüllt. Da hilft auch die immer länger ausgedehnte Gipfelrast nichts.

Der Abstieg führt uns wieder durch drahtseilgesichertes Gelände und einige Altschneefelder zunächst zur Ifenhütte und dann weiter zur Auenhütte.

Im Laufschritt zum wartenden Bus und zurück nach Mittelfeld. Dort lassen wir die Tour bei einer Kaffeepause ausklingen. Doch was ist das. Beim Einsteigen ins Auto reißt die Wolkendecke auf. „Wä gmatzt“.

Dank an Josef und Irmgard für die Planung und Organisation und dass wir trotz des instabilen Wetters die Tour durchführen konnten.

Andrea, Christa, Cordula, Gerda, Toni, Werner, Wolfgang.

Bericht von Toni

Tourenbericht: Oasentage 2019 Gruppe 2 oder „Wo Frauen sich sauwohl fühlen“

Eigentlich war die Adolf-Pichler-Hütte als Ziel geplant, aber die Umstände machten uns einen Strich durch die Rechnung und unsere Organisatorin Doris musste kurzfristig eine andere Bleibe für 8 Damen „mittleren Alters“ finden.
Mit der Schönblick Hütte am Hohen Bogen bei Neukirchen zum Hl. Blut hatte sie eine gute Wahl getroffen.

Am Mittwoch, 26.06., einer der heißesten Tage dieses Jahres, machten wir uns mit zwei Autos auf Richtung Bay. Wald. Weil die Oasendamen Gruppe 1, sich tags zuvor mit den Widrigkeiten bei der Bahn herumgeschlagen haben, wählten wir diese Art der Anreise.
Bei bestem Sommerwetter erreichten wir Neukirchen und machten uns zügig an den Aufstieg. Bis wir endlich den Wald erreichten, brannte die Sonne mit ganzer Kraft auf uns und die Schweißtropfen traten aus allen Poren. Der vollgepackte Rucksack drückte schwer auf unsere Schultern.
Endlich hatten wir die schattigen Bäume erreicht und stiegen auf einem wunderschönen Steig steil aufwärts. Die Trinkpause wurde mit einer Baummeditation verbunden und gestärkt durch die Kraft der Bäume marschierten wir weiter. Etliche Höhenmeter stapften wir auch schweigend, um uns ganz auf den Wald mit seinen Geräuschen und Gerüchen einzulassen und unseren Atem zu spüren.
Bald hatten wir die Hütte erreicht und waren überrascht von dem herrlichen Ausblick, der einladenden Terrasse und der gemütlichen Gaststube. Bei einem Eiskaffee erholten wir uns von den Strapazen und nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten kam der nächste Höhepunkt.
Ein kurzer Marsch führte uns auf eine Wiese mit Kapelle, einem Brunnen und einem grandiosen Blick auf Neukirchen und die Bayerwaldberge bis weit nach Tschechien. An diesem Kraftort führte uns Doris in die Geheimnisse des Quigong ein. Beim Wolkenteilen, beim Regenbogen, beim Wasserschöpfen und vielen anderen Übungen ließen wir unseren Atem ein und ausströmen. Mit dem Lied „Die Erde ist schön“, und einem erfrischenden Fußbad im Brunnen beendeten wir den spirituellen Teil. Das anschließende Glas Prosecco im Bergheim, war dann noch das I-Tüpferl des Nachmittags.
Am Abend servierte uns unser Wirt auf der Terrasse ein 5 Gänge Menü, welches manchen Magen fast ein wenig strapazierte. Interessante Gespräche, der herrliche Sonnenuntergang und spritziger Aperol waren ein würdiger Abschluss des ersten Tages.

Der Donnerstag begann mit einem Dank an Mutter Erde, an die Gestirne, an Pflanzen, Tiere und Mitmenschen und Quigong auf der Terrasse. Nach dem gemeinsamen Lied war die Lust auf Frühstück groß und wir genossen es in vollen Zügen.
Dann wanderten wir auf wunderschönen Steigen auf und ab Richtung Burgstall, dabei tauchten wir immer wieder zum „Waldbaden“ ein. Groß war die Freude als wir das Gipfelkreuz des Burgstalls erreichten und die herrliche Aussicht genießen konnten.
Der Rückweg führte uns über die Diensthütte, wo wir uns mit einem Weizen oder Schorle erfrischten.
Dann ging es weiter über die ehemaligen Natotürme, die von besonders sportlichen Damen erklommen wurden. Deren Lohn war ein phantastischer Rundumblick während die „gemütlichen“ eine Runde Hariobo, Datteln oder Feigen naschten. Natürlich kamen wir wieder am Bergheim vorbei, wo der obligatorische Prosecco konsumiert wurde.
Auch an diesem Abend erwartete uns ein reichhaltiges Abendessen, allerdings in der Gaststube, denn ein kühler Wind vergraulte uns von der Terrasse. Der „Kaiser im Glas“, der zum Dessert serviert wurde, lag einigen in der Nacht ganz schön schwer im Magen. Den konnte nicht einmal der später eingenommene Aperol zersetzen.

Zu schnell kam der Freitag, den wir nochmals in vollen Zügen genossen. Gebet, Quigong und das gemeinsame Singen waren wieder der gelungene Auftakt zu unserem letzten Tag. Das reichliche Frühstück gab uns Energie für den Abstieg nach Neukirchen. Nachdem wir unsere Autos erreicht hatten, wurde unnötiger Ballast im Kofferraum verstaut und wir wanderten am Klangmeilenweg bei sommerlichen Temperaturen Richtung Eschlkam. Natürlich wurden unterwegs die verschiedenen Instrumente in den Pavillons ausprobiert und die ungewohnten Klänge verwöhnten unsere Ohren.
Der Kunstwanderweg mit Installationen tschechischer, amerikanischer und deutscher Künstler war ein weiterer Höhepunkt auf unserem Weg.
In Eschlkam, der ältesten geschichtlich bekannten Dorfsiedlung zwischen Bayern und Böhmen, besichtigen wir die Kirche, die dem Hl. Jakobus geweiht ist. Bei einem gemeinsamen Gebet und einem Lied dankten wir für die unvergesslichen Tage im Bay. Wald.
Das Mittagessen im Gasthaus Post und ein Abschlusseis in einem Cafe beendeten diese unvergesslichen Tage.
Unserer Organisatorin Doris danke ich ganz herzlich für ihre Mühen und allen Mitwanderinnen für die interessanten Gespräche und das Dabeisein.

Tourenbericht: 3 unvergessliche Tage beim Schneeschuhwandern (FR, 29. – SO, 31.03.2019)

Eigentlich hatten wir uns alle für eine Schneeschuhtour Alpin auf der Bamberger Hütte angemeldet.
Aber eine Woche vor dem Start bekam unser Tourenführer Gesie die Mitteilung, dass besagte Hütte ab sofort geschlossen wird, wegen akuten Wassermangels infolge des trockenen Sommers. Was Gesie mit den Worten „Shit happens“ kommentierte und seinen Mitwanderern per mail kundtat.

Nun war guter Rat teuer, wohin auf die Schnelle mit 9 Leuten. Aber ein eingefleischter DAVler mit besten Kontakten zur Gastronomie fand eine großartige Alternative. Die Wirtsleute Ausborn aus Buchenau im Bay. Wald öffneten nur für uns ihr „Haus zum Latschensee“ und so starteten wir, Gesie unser Guide und Fahrer, Sigrid, Evi, Vroni, Susanne, Herrmann, Matthias, Thomas und ich bei schönstem Frühlingswetter am Freitagmorgen.

Nachdem wir unser Quartier bezogen hatten, ging es unverzüglich zum Lindberger Schachten los. Die ersten zwei Drittel des Weges war wandern angesagt, aber dann kam endlich die nötige Unterlage und die Schneeschuhe konnten angelegt werden. Gegen Mittag war unser Ziel erreicht und auf der Veranda einer Forsthütte wurde gebrotzeitlt, geschnapselt und ein Sonnenbad genommen.
Gut gestärkt traten wir übers Wildscheuereck unseren Rückweg an und ließen uns eine Zischhalbe auf der Terrasse im Haus Latschensee schmecken, die wir uns nach
520 Höhenmetern redlich verdient hatten.

Für Samstag war der Große Rachel, mit 1452m der zweithöchste Bayerwaldgipfel, als Ziel geplant. Nach einem reichlichen Frühstück und einer kurzen Fahrt mit unserem Bus erreichten wir den Parkplatz Oberfrauenau. Noch ein Blick auf die Karte und schon stiefelten wir los mit den Schneeschuhen am Rucksack verschürt. Doch der Aufstieg brachte uns nicht nur ins Schwitzen, sondern erforderte volle Konzentration. Zahlreiche Bäume und Sträucher lagen infolge des Schnee- und Windbruchs quer über dem Weg und dazwischen plätscherte das Schmelzwasser ins Tal. Klettereien durch dieses Gestrüpp, erschwert durch die sperrigen Schneeschuhe und ungeplante Umwege, brachten und ganz schön ins Schnaufen. Doch Trink- und Bonbonpausen und immer wieder der Ausblick in die großartige Landschaft hielten uns bei Laune und endlich gabs wieder Schnee, um unseren Sport auszuüben. Ganz schön steil und lang zog sich der Weg bis hin zum Waldschmidt Haus auf 1360m, welches leider geschlossen hatte, aber die Rucksackbrotzeit bei herrlichem Wetter schmeckte köstlich. Mit neuer Kraft wurde anschließend das letzte Stück bis zum Gipfel gemeistert, dort belohnte uns die großartige Rundumsicht für die Strapazen. Nachdem der Gipfelschnaps getrunken und alle Fotos im Kasten äh, im handy waren, stiegen wir ab und langsam machten sich die geleisteten 810 Höhenmetern in den Beinen bemerkbar.
An diesem Abend verwöhnte uns unsere Wirtin mit einem knusprigen Schweinsbraten, Kartoffelknödeln und Salat und etliche krönten dieses Mahl noch mit einem Eisbecher, bei dem das Sahnehäubchen und der Schuss Eierlikör nicht fehlen durften. Das Bier, der Wein und der Schnaps schmeckten vorzüglich, so dass mancher Teilnehmer tief in seine Seele blicken ließ. Von Casinobesuchen im Cowboyoutfit, von der Lust am Zocken oder Kiffen war die Rede, aber auch vom Übernachten unterm Sternenhimmel und aufregenden Reiseberichten aus Costa Rica und Spitzbergen.

In dieser Nacht fehlte uns wegen der Zeitumstellung eine Stunde Schlaf, doch alle waren am nächsten Morgen pünktlich am reich gedeckten Frühstückstisch versammelt.
Unsere Sonntagstour starteten wir am Parkplatz Zwiesler Waldhaus und los gings mit den Schneeschuhen am Rücken zum Großen Falkenstein (1315m). Das Schutzhaus war zwar noch geschlossen, aber der großzügige Neubau ist bereits fertiggestellt und wartet auf hungrige und durstige Gäste. Am Gipfelkreuz wurden die Reste der mitgebrachten Brotzeit geteilt, die Aussicht bewundert und die letzten Fotos geknipst.
Über den Ruckowitzschachten, auf dem es noch ordentlich Schnee gab, was wir auch gleich ausnutzten, stiegen wir ab und schnurstracks gings ins Cafehaus. Dort ließen wir bei Kaffee und Kuchen oder sogar einer Currywurst diese unvergesslichen drei Tage ausklingen.

Danke Gesie für Deine Mühen und die tolle Organisation!
Irene Kraft

Anmerkung der Autorin: Die Mitglieder der Gruppe waren von Anfang 40 bis Mitte 60, wobei sich die beiden Omas Sigrid und Irene wacker geschlagen haben 😊