Tourenbericht: Winter-/Schneeschuhtour Tourengruppe jdav 03.-05.01.2018

Unsere diesjährige Schneeschuhtour führte uns auf die Weidner Hütte (1799) in den Tuxer Alpen. Nachdem irlerische Grenzvorstellungen des, bis dahin als zu deutschen Territorien gehörig angesehen Innsbrucks berichtigt wurden, stiegen wir letzten Endes auf die Hütte auf und nahmen Quartier. Wegen Lawinenwarnstufe 4 drehten wir am nächsten Tag nur eine kurze Runde im geschützten Wald. Anschließend kehrten wir in die Hütte zur Brotzeit ein. Die im Anschluss seriös angesetzt und durchgeführte LVS-Übung endete in einer wüsten Schneeballschlacht und in einer passiven und aktiven Kullerei. Ein abendlicher Artenkunde und Geographieunterricht (Hirsch ungleich ‚rupricarpa rupricarpa‘) endete in schierer Verzweiflung der durchweg kompetenten Lehrperson. Nachdem sich die Lawinenbedingungen und das Wetter (Regen und 8 Grad+) auch am letzten Tag sich nicht verbesserten, entschieden wir uns direkt abzusteigen. Bevor wir nach Hause fuhren machten wir noch eine kurze Führung durch Innsbruck unter der Leitung unseres temporär dort ansässigen Jugendleiters. Anschließend fuhren wir auf dem „Holzweg“ nach Hause.

Kathi, Simon, Torsten, Louisa und Martin

Tourenbericht: Kaiserliche Schneeschuhtour 17.-19.02.2017

Nachdem ich an unserer Geschäftsstelle in Amberg die letzten Utensilien sowie die Teilnehmer in unserem Kleinbus verstaut hatte, starteten wir Richtung Berge. Teilnehmer waren Doris, Evi, Hanni, Petra, Sabine, Sigrid, Thomas und der GeSie. Das mit dem Bus hat sich mittlerweile ganz gut bewährt, denn so ist, zumindest für die Mitfahrer, eine entspannte Anreise garantiert.

Je näher wir unserem Ziel kamen, desto schlechter wurde das Wetter. Bei der Ankunft im Gasthaus Altmühle, gleich hinter der Griesenau östlich vom Kaiser-gebirge, durften wir unser Gepäck schließlich im Dauerregen ausladen. Geplant war eine kleine Eingehtour mit den am ersten Tag obligatorischen LVS-Übungen. Allerdings hatte niemand bei dem miesen Regenwetter richtig Lust, nochmal raus zu gehen. Aber da lass‘ ich nicht mit mir spaßen, LVS kann man richtig nur in der (gestellten) Praxis erlernen. So machten wir uns mit Anorak und Regenschirm – schlechtes Wetter gibt es schließlich nicht, nur schlechte Kleidung – auf in Richtung Stubenalm. Bei der Richtung blieb es aber, denn nach 200 Höhenmeter machten wir kehrt, um dann in der Nähe unseres Basislagers auf einer Wiese unsere Übungen abzuhalten, die dann aber auch nicht allzu ausgiebig ausfielen. Schnell hatten wir unsere Siebensachen zusammengepackt und saßen dann in der warmen Wirtsstube bei Kaffee und Kuchen. Der viele Regen sollte sich übrigens als Segen erweisen, dazu aber später mehr.

Am nächsten Morgen wanderten wir nach einem ausführlichen Frühstück zunächst über die Griesenau ins Kaiserbachtal. Bald nach der Mautstelle bogen wir rechts ab, hier konnten wir auch unsere Schneeschuhe anlegen. Über eine Forststraße wollte ich einen freien Höhenrücken zur Scheibenbühelalm erreichen. Nach einiger Zeit hörten wir vor uns Maschinengeräusche, dann standen wir plötzlich vor einem riesigen Haufen Baumstämme mitten auf dem Weg, aufgeschichtet auf 5 – 6 Meter Höhe. Rechts davon ging es steil abwärts, außerdem waren hier die Waldarbeiter mit einer Seilwinde zu Gange. Ich versuchte es links durch steiles Dickicht, aber bald kam ich zu der Einsicht, dass sich das mit der Gruppe zu lange hinziehen würde. Außerdem hätten wir uns beim Rückweg wieder durchkämpfen müssen. Also kehrten wir wieder um. Zurück im Kaiserbachtal war guter Rat teuer. Links der Wilde Kaiser, viel zu steil und felsig, kein Schneeschuhgelände. Rechts dichter Wald ohne ein attraktives Ziel. Vor einigen Jahren war ich mit meiner Jugendgruppe auf der Griesner Alm, auch bei einer Sektionsfahrt hatten wir uns dort schon einquartiert. Ich erinnerte mich an Kaffee und Kuchen, also stand das Ziel schnell fest. Auf der Fahrstraße hochspazieren wollten wir auch nicht, das erschien uns dann doch zu langweilig. Also gingen wir hinunter zum Bach, der wenig Wasser führte, und suchten uns im Bachbett einen Weg. Das funktionierte auch ganz gut und hatte einen eigenen Reiz. Bei der Fischbachalm mussten wir den Bach dann wieder verlassen, ab da gingen wir die letzten Meter auf der Straße weiter. Was Kaffee und Kuchen betrifft, wurden wir nicht enttäuscht. Für den Rückweg wählten wir die Langlaufloipe, allerdings klappte mit den Schneeschuhen weder Diagonalschritt noch Skating, also schlenderten wir gemütlich talwärts.

Am Sonntag früh nach dem Räumen der Zimmer fuhren wir nach Gasteig. Von dort wollten wir dem Niederkaiser unter den Südabstürzen der Maukspitze einen Besuch abstatten. Ein Traumtag stand uns bevor: Strahlend blauer Himmel und jede Menge Neuschnee pur – dem Regen am Freitag, der oben einiges an Schnee brachte, sei Dank. Nach kurzem Anmarsch, wieder auf einer Loipe, ging’s bald bergauf, zwar auf einer Forststraße, aber dafür im Tiefschnee. An der Hackeralm machten wir Brotzeit, Sonnenanbeten an der südwärts gerichteten Hüttenwand eingeschlossen. Weiter ging’s zum Teil sehr steil, aber wieder im Tiefschnee bis zur Einödalm. Hier blieben drei der Damen zurück, um nochmal die Sonne zu genießen, der Rest spurte noch ein Stück Richtung Maukspitze, denn es machte einfach zu viel Spaß, frische Spuren in den Tiefschnee zu legen. Zurück im Gasteig gönnten wir uns natürlich wieder eine ordentliche Stärkung in Form von Kaffee und Kuchen.

Bericht von GeSie (Gerhard Siegert)

Tourenbericht: Hochtour 2017 zur Düsseldorfer Hütte

Die diesjährige Hochtour der Jungmannschaft führte uns vom 11.-15. August 2017 nach Südtirol, genauer gesagt auf die Düsseldorfer Hütte (2721m) im Ortlergebiet. Nach einer staufreien Autofahrt stiegen wir (Tom, Benji, Lina und ich) bei leichtem Regen von Sulden zur Hütte auf. Oben angekommen ließen wir uns das leckere Abendessen schmecken. Am nächsten Morgen weckte uns ein dumpfes Geräusch, das sich wie eine kleine Dachlawine anhörte. Und beim Blick aus dem Fenster wurde dies bestätigt, denn wir bekamen über Nacht 15cm Neuschnee! – Da hatte der Wetterbericht wohl doch recht. So schnell wird aus einer Sommertour eine Wintertour 😀 Geplant hatten wir als erste Tour die Tschengelser Hochwand (3370m), dessen Weg über einen mittelschweren Klettersteig und teilweise mit ausgesetzten Stellen zum Gipfel führt. Uns wurde schnell klar, dass diese Tour bei den aktuellen Bedingungen zu gefährlich ist. Also suchten wir nach einer Alternative und entschieden uns daraufhin zum Zayferner zu gehen. Dort wollten wir noch einmal vor Ort die Spaltenbergung üben. Kleidungs- und ausrüstungstechnisch waren wir auf jedes Wetter eingestellt. Als wir am Gletscher ankamen, seilten wir uns an und stiegen in einer 4er-Seilschaft den Gletscher hinauf. Die ersten sichtbaren Spalten waren erst relativ weit oben vorzufinden. Deshalb entschieden wir uns noch auf den Gipfel des kl. Angelus (3318m) zu gehen, da wir eh schon den Großteil des Berges bewältigt hatten. Im Nachhinein war es sogar gut, dass wir den Berg bei Neuschnee gemacht haben, weil dadurch das zahlreiche lose Geröll gefroren war und deutlich angenehmer zu gehen ist als wie wenn es eine Mischung aus Steinen und Schlamm gewesen wäre. Zurück in der Hütte angekommen wärmten wir uns erst einmal in der warmen Stube auf und beim Absetzen der Sonnenbrillen und Buffs staunten wir nicht schlecht. Wir sahen aus wie Eulen 😀 Obwohl wir nur wenige Minuten die Sonne zu Gesicht bekamen, hatten wir alle vier einen heftigen Sonnenbrand, der noch in der folgenden Woche immer wieder zum ein oder anderen Lacher führte. Abends wurden wir wieder von den sehr netten Wirtsleuten reichlich bekocht.

Am nächsten Morgen führte unsere Tour dann über den Klettersteig auf die Tschengelser Hochwand. Da bekamen wir dann auch das erste Mal das herrliche Panorama mit Ortler, Monte Zebru und Königsspitze zu Gesicht. Der Schnee war mittlerweile fast vollständig geschmolzen und so konnten wir die Tour richtig genießen, auch wenn sie viel Konzentration, Kraft und Trittsicherheit erforderte. Der Abstieg führte dann über einen Normalweg wieder zurück zur Hütte.

Am 3. und letzten Tag entschieden wir uns tagsüber für einen Ruhetag. Es schien immer wieder wunderbar die Sonne und wir legten uns an den See und den Bach direkt neben der Hütte und genossen einfach das schöne Wetter, die Ruhe in den Bergen und unterhielten uns viel. Damit wir nicht nur den ganzen Tag nur faulenzten, sind wir schließlich noch zum Sonnenuntergang auf das Hintere Schöneck (3128m) gegangen und haben dort Brotzeit gemacht. Anstatt einem Abendrot sahen wir ein sich ständig veränderndes Wolkenmeer, das jedoch auch richtig schön war. Da der Aufstieg nicht besonders anspruchsvoll gewesen war, trauten wir es uns zu, in der nebligen Dämmerung mit unseren Stirnlampen abzusteigen. Das bescherte uns eine besonders abendliche Stimmung am Berg.

Am darauffolgenden Tag mussten wir uns leider schon von den tollen Bergen und der empfehlenswerten Hütte verabschieden. Wir stiegen ins Tal ab und machten uns mit dem Auto auf in Richtung Heimat. Dabei legten wir noch einen erfrischenden Zwischenstopp am Reschensee ein. Später nahmen wir noch den ein oder anderen Stau mit, was aufgrund des Feiertages (Mariä Himmelfahrt) aber nicht verwunderlich war. Schlussendlich kamen wir spät abends in Amberg an. Müde von der langen Fahrt waren wir uns jedoch einig: Es war ein richtig schönes, gelungenes und abwechslungsreiches Bergwochenende und wir freuen uns schon auf’s nächste Jahr!

Bericht von Franziska Irler