Erneute Schließung der Geschäftsstelle ab 03.11.2020

Wegen der steigenden Fallzahlen und der daraus resultierenden Ansteckungsgefahr, ist die Geschäftsstelle der DAV Sektion Amberg ab dem 03.11.2020 bis auf weiteres geschlossen.

Kontaktaufnahme während dieser Zeit:

Bitte per Mail oder Telefon (Anrufbeantworter) 09621-970033. Alle Anfragen werden zeitnah beantwortet.

Leiter Geschäftsstelle und Mitgliederverwaltung
Jochen Huhn

Hochtouren Stubaital 2020 (vier Tage)

Liebe Freunde des Hochtourenwesens, auch dieses Jahr haben wir wieder eine Veranstaltung in den Zentralalpen geplant. Mit der Nürnberger Hütte (2.278 m) haben wir uns einen malerisch gelegenen Stützpunkt inmitten unterschiedlichster denkbarer Gipfelziele ausgesucht. Die Gegend um die Nürnberger Hütte bietet außerdem optimale Übungsvoraussetzungen.
Wie gewohnt, beabsichtigen wir, uns im Rahmen geeigneter Bergtouren das Handwerkszeug des Hochtouristen (m/w/d) anzueignen (oder zu vertiefen). Die von uns ins Visier genommene Ecke des Stubaitals bietet attraktive Gipfelziele sowie interessante und abwechslungsreiche hochalpine Passagen, die es uns erlauben werden, unser bergsteigerisches Rüstzeug wie Umgang mit Pickel und Steigeisen, sowie auch einige seiltechnische Grundlagen aufzufrischen. Auch für den Hochtourengeher unabdingbare Themen wie Spaltenbergung sowie Aufbau von Sicherungspunkten in Schnee und Eis stehen auf dem Programm.
Welche Touren oder Gipfel wir tatsächlich in Angriff nehmen, wird stark von den Verhältnissen vor Ort und dem technischen Können sowie der Ausdauer der Teilnehmer abhängen.

Erstmals schreiben wir diese Veranstaltung parallel in den DAV Sektionen Amberg und Eichstätt aus (insbesondere weil Frank inzwischen in beiden Sektionen mitarbeitet).

Um uns vorab gut vorzubereiten trainieren wir die wichtigsten Seiltechnischen Maßnahmen inkl. Spaltenbergungstechniken am 01. Mai entweder im Hirschbachtal oder in Konstein – je nach Anmeldungslage und führen zum Ende dieses Vorbereitungstages auch die Vorbesprechung für die Tour durch.

Hinweis zur Corona-Krise: die Tour und vor allem der Vorbereitungstag am 01.05. stehen natürlich unter dem Vorbehalt, dass eine Durchführung zulässig und zu verantworten ist!

Datum
Donnerstag 09. Juli bis Sonntag 12. Juli 2020 + Vorbereitungstag 01. Mai 2020

Veranstaltungsort
Nürnberger Hütte (2.278 m), Stubaital; je nach Wetterlage behalten wir uns eine kurzfristige Änderung des Kursortes vor.

Dauer
4 Tage, bis zu 9 Stunden Gehzeit pro Tag

Voraussetzungen
– Mitgliedschaft im Alpenverein Sektion Amberg oder Eichstätt
– sicheres seilfreies Gehen im Fels I. Grad UIAA (auch im ausgesetzten Gelände)
– allgemeine Trittsicherheit
– völlige körperliche Gesundheit sowie Ausdauer für bis zu 10 Stunden Gehzeit pro Tag
– Grundkenntnisse in Knotenkunde und Sicherungstechnik
– erste alpine Erfahrungen bei Bergtouren
– Optimal wäre eine vorangegangene Teilnahme an einem alpinen Basiskurs.

Ausrüstung
Die notwendige Ausrüstung werden wir in der Vorbesprechung klären.

Teilnehmerzahl
Die Veranstaltung wird von Dr. Frank Günther, Trainer B für Hochtouren, und ggf. einem weiteren Kollegen der Sektion Eichstätt durchgeführt. Aufgrund der anspruchsvollen Thematik können maximal drei Teilnehmer pro Fachübungsleiter dabei sein.

Kursgebühr
25€ pro Tag = 100€ Gesamt

Vorbesprechung
Freitag, 01. Mai 2020 in Verbindung mit dem Vorbereitungstag – Teilnahme bitte möglich machen!

Anmeldeschluss
19. April 2020

Anmeldung und Auskunft
Dr. Frank Günther, frank.j.guenther@gmx.de, Tel. 0160/90 43 92 31

Tourenbericht: Hochtour 2017 zur Düsseldorfer Hütte

Die diesjährige Hochtour der Jungmannschaft führte uns vom 11.-15. August 2017 nach Südtirol, genauer gesagt auf die Düsseldorfer Hütte (2721m) im Ortlergebiet. Nach einer staufreien Autofahrt stiegen wir (Tom, Benji, Lina und ich) bei leichtem Regen von Sulden zur Hütte auf. Oben angekommen ließen wir uns das leckere Abendessen schmecken. Am nächsten Morgen weckte uns ein dumpfes Geräusch, das sich wie eine kleine Dachlawine anhörte. Und beim Blick aus dem Fenster wurde dies bestätigt, denn wir bekamen über Nacht 15cm Neuschnee! – Da hatte der Wetterbericht wohl doch recht. So schnell wird aus einer Sommertour eine Wintertour 😀 Geplant hatten wir als erste Tour die Tschengelser Hochwand (3370m), dessen Weg über einen mittelschweren Klettersteig und teilweise mit ausgesetzten Stellen zum Gipfel führt. Uns wurde schnell klar, dass diese Tour bei den aktuellen Bedingungen zu gefährlich ist. Also suchten wir nach einer Alternative und entschieden uns daraufhin zum Zayferner zu gehen. Dort wollten wir noch einmal vor Ort die Spaltenbergung üben. Kleidungs- und ausrüstungstechnisch waren wir auf jedes Wetter eingestellt. Als wir am Gletscher ankamen, seilten wir uns an und stiegen in einer 4er-Seilschaft den Gletscher hinauf. Die ersten sichtbaren Spalten waren erst relativ weit oben vorzufinden. Deshalb entschieden wir uns noch auf den Gipfel des kl. Angelus (3318m) zu gehen, da wir eh schon den Großteil des Berges bewältigt hatten. Im Nachhinein war es sogar gut, dass wir den Berg bei Neuschnee gemacht haben, weil dadurch das zahlreiche lose Geröll gefroren war und deutlich angenehmer zu gehen ist als wie wenn es eine Mischung aus Steinen und Schlamm gewesen wäre. Zurück in der Hütte angekommen wärmten wir uns erst einmal in der warmen Stube auf und beim Absetzen der Sonnenbrillen und Buffs staunten wir nicht schlecht. Wir sahen aus wie Eulen 😀 Obwohl wir nur wenige Minuten die Sonne zu Gesicht bekamen, hatten wir alle vier einen heftigen Sonnenbrand, der noch in der folgenden Woche immer wieder zum ein oder anderen Lacher führte. Abends wurden wir wieder von den sehr netten Wirtsleuten reichlich bekocht.

Am nächsten Morgen führte unsere Tour dann über den Klettersteig auf die Tschengelser Hochwand. Da bekamen wir dann auch das erste Mal das herrliche Panorama mit Ortler, Monte Zebru und Königsspitze zu Gesicht. Der Schnee war mittlerweile fast vollständig geschmolzen und so konnten wir die Tour richtig genießen, auch wenn sie viel Konzentration, Kraft und Trittsicherheit erforderte. Der Abstieg führte dann über einen Normalweg wieder zurück zur Hütte.

Am 3. und letzten Tag entschieden wir uns tagsüber für einen Ruhetag. Es schien immer wieder wunderbar die Sonne und wir legten uns an den See und den Bach direkt neben der Hütte und genossen einfach das schöne Wetter, die Ruhe in den Bergen und unterhielten uns viel. Damit wir nicht nur den ganzen Tag nur faulenzten, sind wir schließlich noch zum Sonnenuntergang auf das Hintere Schöneck (3128m) gegangen und haben dort Brotzeit gemacht. Anstatt einem Abendrot sahen wir ein sich ständig veränderndes Wolkenmeer, das jedoch auch richtig schön war. Da der Aufstieg nicht besonders anspruchsvoll gewesen war, trauten wir es uns zu, in der nebligen Dämmerung mit unseren Stirnlampen abzusteigen. Das bescherte uns eine besonders abendliche Stimmung am Berg.

Am darauffolgenden Tag mussten wir uns leider schon von den tollen Bergen und der empfehlenswerten Hütte verabschieden. Wir stiegen ins Tal ab und machten uns mit dem Auto auf in Richtung Heimat. Dabei legten wir noch einen erfrischenden Zwischenstopp am Reschensee ein. Später nahmen wir noch den ein oder anderen Stau mit, was aufgrund des Feiertages (Mariä Himmelfahrt) aber nicht verwunderlich war. Schlussendlich kamen wir spät abends in Amberg an. Müde von der langen Fahrt waren wir uns jedoch einig: Es war ein richtig schönes, gelungenes und abwechslungsreiches Bergwochenende und wir freuen uns schon auf’s nächste Jahr!

Bericht von Franziska Irler

Burgwochenende der Jugend

Eine Woche nach dem Burgfest, wollten wir uns eigentlich zu einem gemütlichen Burgwochenende treffen. Leider ist ein ganzes Wochenende nicht zustande gekommen und wir begnügten uns mit einen Samstag, der nicht weniger Spaß machte!

Auf der Burg angekommen galt es erstmal die Vorräte (Getränke, Bratwürschte) ins Kühle zu bringen. Danach wurden die Grüpplinge sich selbst, dem Klettermaterial und zwei Lehrbüchern überlassen, um einen Flaschenzug, ein Fixseil und die Seilbrücke aufzubauen. Wegen der großen Hitze kommte ich sie aber nicht lange rätsel/leiden sehen und half mit. Nach dem Mittagessen stand dann die Seilbahn und welche Überraschung, jeder wolle rutschen.