Aufruf unseres Naturschutzreferenten

Erst geht das Rebhuhn, dann der Bauer.
Wie zutreffend dieser alte Spruch ist, kann jeder von euch bei einer Fahrt über die Dörfer selbst feststellen.
Wir sehen kaum mehr Rebhühner und die bäuerliche Struktur wandelt sich zunehmend auch bei uns in Agrarindustriebetriebe mit großen Monokulturen und Riesenställen um.
Wann habt ihr bei euren Spaziergängen und Wanderungen zuletzt eine Feldlerche gehört?
Selbst Autofahrer bemerken, dass im Sommer weniger Insekten an der Windschutzscheibe kleben.
Es findet ein dramatisches Artensterben statt und es ist für uns alle selbst feststellbar.

Alle Arten aber sind vernetzt und am Ende stehen auch wir Menschen in diesem Netzwerk.

Schon Albert Einstein, der vielleicht größte Wissenschaftler des letzten Jahrhunderts erkannte:
Sterben die Bienen, sterben auch die Menschen.

Der Schutz der Bienen und aller anderen Arten ist also kein nettes kleines Hobby, sondern der Schutz unserer eigenen Lebensgrundlagen.

Der Hauptverband des Alpenvereins unterstützt das Volksbegehren zum Artenschutz.

Ich bitte daher auch Sie, vom 31.01.19-13.02.19 durch Ihre Unterschrift im Einwohneramt
das Volksbegehren zum Artenschutz zu unterstützen.

Es sind nur weniger Minuten – und wir können selbst etwas beitragen!

Günther Bock
Naturschutzreferent der Sektion Amberg des DAV

Millionen – Das Schneekanonen-Paradox

Die Klimaerwärmung ist unstrittig. Schnee wandert in immer größere Höhen und alle Skigebiete in Bayern sind nicht mehr schneesicher.
Überall wird mit Schneekanonen verzweifelt gegen diese Entwicklung angekämpft.

In Sölden sind etwa 250 davon in Betrieb, am Sudelfeld kommen etwa 100 neue dazu.
Mehr als der Stromverbrauch einer Großstadt fließt in die alpinen Beschneiungsanlagen – und der Staat stützt dies kräftig mit Subventionen.


Foto von Flickr User pfeifhofer, veröffentlicht unter folgender Lizenz: Creative Commons (CC BY-NC-SA 2.0).

Was für ein Paradox: Schneekanonen befeuern mit ihrem Energieverbrauch genau den Klimawandel, den sie bekämpfen.

Wenn ein Zimmer zu warm wird, wird es sicher nicht besser, wenn man einen weiteren Kühlschrank darin aufstellt.

Wenn Skifahren nicht mehr geht, dann besser einen anderen Tourismus: Bergwandern. Bergsteigen. Moutainbiken…

Es wird Zeit zum Umdenken!

Dr. Günther Bock
Umweltreferent der Sektion Amberg