Tourenbericht Schneeschuhtour 03.-05.01.2017

Nachdem kurz zuvor auch bei uns daheim der Winter eingebrochen war, konnte sich die Gruppe von 5 Personen gut auf die kommenden drei Tage Schneeschuhwandern einstimmen. Dennoch lag beim ca. 2,5-stündigen Aufstieg zur Schwarzwasserhütte noch nicht so viel Schnee, dass wir die Schneeschuhe brauchten. Trotz des wenigen Schnees gestaltete sich der Aufstieg schwierig wegen der durchgehenden Eisschicht. An der Hütte angekommen bezogen wir das Lager und machten uns einen gemütlichen Abend bei Skiwasser und Kartenspiel.

Am zweiten Tag planten wir aufgrund der immer schlechter werdenden Wetterlage eine Tour, die nicht so weit war und ebenfalls ohne Schneeschuhe begangen werden konnte, es ging also auf den Gerachsattel. Den Nachmittag verbrachten wir wegen des Wetters auf der Hütte und begnügten uns mit wiederum mit Kartenspielen.

In der letzten Nacht auf der Hütte brach der Winter nun aber endgültig ein und brachte über Nacht ca 60 cm Neuschnee. Zu unserer besonderen „Freude“ ging das Schneetreiben am mächsten Tag genauso weiter und somit kamen unsere Schneeschuhe beim Abstieg endlich zum Einsatz. Leider kam diese Masse an Schnee auch im Tal an, wie wir beim ankommen am Parkplatz feststellen mussten: unseren Bus mussten wir vor der Heimfahrt erst wieder ausgraben.

Martin Berger

Tourenbericht – Schneeschuhtour ohne Schneeschuhe

Der Termin für unsere ‚Schneeschuhtour alpin‘ (26.02.-28.02.2016) rückt immer näher, doch es will einfach nicht schneien. Auch der Wetterbericht macht uns da keine Hoffnungen. Aber was soll’s, wir nehmen unsere Schneeschuh-Ausrüstung einschl. LVS-Geräten mit – wenn’s nicht genug Schnee hat, machen wir halt mit leichtem Gepäck Wanderungen, so flexibel haben uns die letzten schneearmen Winter mittlerweile schon gemacht. Wir, das sind Anna, Doris, Evi, Hermann, Irene, Petra, Sigrid und ich, der GeSie. Als Quartier habe ich die Pension Leitnerhof in Nonn bei Bad Reichenhall ausgesucht. Dort durfte ich schon bei einer privaten Tour das phänomenale Frühstück genießen.

Wir starteten am Freitag früh mit einem Leihbus von Amberg aus, um die Mittagszeit konnten wir dann unser Quartier beziehen. Normalerweise stehen am Freitag Nachmittag immer LVS-Übungen auf dem Programm, um für den Ernstfall gerüstet zu sein. Aber die einzige Möglichkeit, LVS-Geräte zu vergraben wäre unter der Grasnarbe gewesen. Gummistiefel und Spaten hatten wir nicht dabei, außerdem lag nur Lawinenwarnstufe 1 vor. Also schulterten wir unsere schön leichten Rucksäcke und unternahmen eine Rundwanderung über den Listsee zum Thumsee und wieder zurück. Mit Schnee kamen wir dabei so gut wie gar nicht in Berührung. Abends machten wir dann noch einen Spaziergang zu einem Gasthaus am Listsee.

Am Samstag wollten wir ursprünglich mit der Seilbahn auf den Predigtstuhl fahren, um von dort eine Kammwanderung zurück ins Tal zu machen. Nach Rücksprache mit unserem Pensionswirt entschieden wir uns dann jedoch dazu, den Hochstaufen über die Bartlmahd zu besteigen. Sicherheitshalber entschlossen wir uns, die LVS-Ausrüstung trotzdem mitzunehmen, da wir ja nicht wussten, wie es auf dem Gipfel schneemäßig wirklich aussah. Die Schneeschuhe ließen wir im Tal. Wir wären uns wahrscheinlich etwas blöd vorgekommen, durch grüne Wiesen mit Schneeschuhen am Rucksack zu wandern, es reichte schon die Lawinenschaufel. Nachdem wir die erste Teilnehmerin mittels Blasenpflaster bergtauglich gemacht hatten – die ersten Blasen hatten sich schon nach einer viertel Stunde angekündigt – marschierten wir auf Forstwegen an der Padinger Alm vorbei, um dann bald auf einen schmalen Pfad abzuzweigen. An einem Aussichtspunkt mit tollem Blick in den Reichenhaller Talkessel hatten wir dann erste Schneeberührung, ab hier mussten wir dann auch spuren, hier herrschte richtig Winter. Leider wurden wir bei einer Hangquerung aus der Südflanke des Hochstaufen mit Steinen beschossen, was durch die zum Teil geringe Schneeauflage und die Tageserwärmung bedingt war. Schnell brachten wir die gefährdete Zone hinter uns. Ab der Bartlmahd waren dann einige steilere Hänge zu queren. Eine der Teilnehmerinnen war dann auch der Meinung, wenn wir schon wider Erwarten so viel Schnee haben, kann eine kleine Rutschpartie nicht schaden. Sie überlegte es sich dann aber doch anders, bevor die Fahrt zu schnell wurde. Nach einer kurzen Schrecksekunde kämpfte sie sich wieder nach oben und wir setzten unseren Weg fort. Da unser Zeitfenster für den Abstieg irgendwann zu klein wurde, entschlossen wir uns ca. eine halbe Stunde vor dem Gipfel zur Umkehr, nicht ohne vorher noch ein paar schöne Blicke ins Alpenvorland zu genießen. Wie sich dann herausstellte, war diese Entscheidung auch richtig. Ein einzelner Bergsteiger, der uns in der Früh schon überholt hatte, berichtete, dass man die letzten Meter ohne Steigeisen wohl nicht hätte gehen können. In der Querung weiter unten wurden wir dann erneut mit Steinen beschossen, also brachten wir sie wieder schnell hinter uns. Als Entschädigung, dass wir den Gipfel nicht erreicht hatten, legte ich dann ab dem Forstweg einen Gang zu, um meine Teilnehmer mit frischen Weißbieren begrüßen zu können.

Am Sonntag, nachdem wir unser Gepäck im Bus verstaut hatten, fuhren wir nach Maria Gern, um die Kneifelspitze zu besteigen. In vielen Publikationen wird die grandiose Aussicht von dem nur 1189 m hohen Berg auf den Berchtesgadener Talkessel mit seinen umliegenden Bergstöcken gepriesen, davon wollten wir uns persönlich überzeugen. Kaum eine viertel Stunde gelaufen ging’s los, ich hörte immer wieder bewundernde Aaaahs und Oooohs, obwohl wir doch noch mitten im Wald waren und von den umliegenden Bergen noch gar nichts zu sehen war. Des Rätsels Lösung waren die vielen Christrosen, die links und rechts des Weges voll in Blüte standen. Auch dafür ist die Kneifelspitze bekannt. Die Hütte auf dem Gipfel war leider noch geschlossen, aber das wussten wir ja. Da wir diesmal keine LVS-Ausrüstung dabei hatten, war in unseren Rucksäcken jetzt genug Platz für eine ausgiebige Brotzeit einschl. Gipfelschnapserl. Nach dem Essen war noch genügend Zeit, weshalb wir uns für den Abstieg einen unmarkierten Weg suchten, den wir nach einigem Nachforschen auch zielsicher fanden. Bevor wir uns an die Heimfahrt machten, genehmigten wir uns zur Belohnung in der Gaststätte in Maria Gern noch einen Cappuccino mit Torte.

Fazit: Auch ohne Schneeschuhe kann man schöne Schneeschuhtouren unternehmen.

GeSie

Tourenbericht Solsteinhaus

Wir waren unterwegs.

Am Donnerstag, 01.09. starten wir zu dritt mit unserem JL Martin noch vor Tagesanbruch gegen 5:00 Uhr in Amberg und kamen nach einer für die Nichtfahrer sehr entspannten Fahrt um 9:00 Uhr am Bahnhof in Hochzirl an [Kommentar Martin: „Für mich wärs auch entspannt gewesen, wenn ich beim Fahren geschlafen hätte…“]. Von Parkplatz aus gelangten wir nach einem 3,5-stündigen Aufstieg auf das Solsteinhaus (1807m), auf dem wir uns bei einem leckeren Mittagessen entspannen konnten und sogleich unser Quartier bezogen. Am Nachmittag erkundeten wir dann noch das Gelände um die Hütte.

Unser Ziel am Freitag war der Große Solstein, der auf 2541 m liegt. Bei schönstem Kaiserwetter ging es durch ein Latschenfeld los Richtung Gipfel. Dort gab es dann eine Begegnung mit einer Herde Gämse [kleiner Insiderwitz: „gemeine Alpengämse“ = Rupicapra rupicapra]. Nach unserer Brotzeit gingen wir über ein Schotterkar und einen Klettersteig wieder zurück Richtung Hütte.

Am Samstag wanderten wir Richtung Norden, wobei wir das „Jöchl“ erreichten und auf dem Rückweg einen kurzen, aber sehr schönen Klettersteig bewältigten.
Nach dem Mittagessen machten wir noch einen kleinen Spaziergang und schlossen diesen mit einer Abkühlung für die Füße im nahegelegenen Weiher ab.

Die Abende verbrachten wir mit lustigen Kartenspielen, bei welchen zwar nicht immer der Gewinner, aber stets der Verlierer klar war (Martin) [Martin: Es war Absicht!!].
Am Sonntag stiegen wir noch vor acht Uhr wieder ins Tal ab und fuhren natürlich entspannt zurück nach Amberg [Martin: Wer´s glaubt….].

Bericht Louisa
[Zensur Martin :)]

Erster Bericht unserer neuen Tourengruppe

Am Samstag, den 21.05.2016 haben wir uns als Tourengruppe getroffen, um unsere erste kleine Wanderung zu machen. Dafür haben wir in der vorherigen Gruppenstunde eine Route im bayrischen Wald herausgesucht, die über den kleinen und großen Arber verläuft.

Wir trafen uns bereits morgens um 6 Uhr, um noch möglichst viel vom Tag zu haben. Trotz vorheriger Terminabsprache konnten von den ursprünglichen 7 Teilnehmer nur vier mitfahren, da drei Grüpplinge durch Krankheit oder kurzfristige Termine verhindert waren. Wir starteten also um ca. 08:30 Uhr vom Parkplatz Brennes aus in Richtung keinen Arbersee, um den wir anschließend einmal umwanderten. Danach ging es über den kleinen Arber und wir „bestiegen“ den großen Arber, auf dessen Gipfel wir zur Stärkung in einer Hütte einkehrten. Nach einem flotten Abstieg erreichten wir gegen halb drei das Auto und fuhren staufrei wieder nach Amberg zurück.

Martin Berger

Rückblick: Tourenbericht – Alpinkletterwochenende

Ein paar Monate noch, dann ist wieder Sommer! Was man in dieser Zeit des Jahres so anstellen kann, darüber schreibt Andreas im folgenden Bericht über eine Tour, die im Juli ’15 stattgefunden hat. Viel Spaß beim Lesen!

Vom 07.07.-09.07.2015 haben wir uns auf die weite Reise in den wilden Kaiser begeben. Eine weite Reise deshalb, weil wir aufgrund eines nicht unerheblichen Umwegs staufrei nach 6h Fahrzeit in Ellmau ankamen 😉
Mit dabei waren diesmal nur die Meike und der Thomas. Es sollten anspruchsvolle Klettertage werden, an denen wir neue Erfahrungen am Grat und in Mehrseiltouren sammeln wollten. Da leider sonst kein Jugendleiter Zeit hatte und es alleine nicht möglich ist eine solche Unternehmung mit einer ganzen Gruppe zu machen fuhren, wir nur zu dritt.

Als wir dann tatsächlich an der Griesner Alm ankamen, durften wir zuerst im Sonnenuntergang und dann mit Stirnlampe zur Hütte aufsteigen. Es war eines der heißen Sommerwochenenden im Juli und der Aufstieg glich einer Wanderung im südlichen Trentino. Es war lauwarm und es war ein einziges Grillenkonzert. Als wir dann am Stripsenjochhaus angekommen waren, bekamen wir leider nichts mehr zu Essen und mussten uns mit Wurstbrot begnügen. Da für den Samstag ab Mittag heftige Wärmegewitter angesagt waren, entschieden wir uns für den Nordgrat der Hinteren Goinger Halt (bis UIAA III+), da die Kletterzeit direkt am Grat relativ gering ist. Wir brachen bereits um 6 Uhr auf, um noch ausreichend Puffer gegen Mittag hin zu haben.
Nachdem wir startklar vor der Hütte standen und bemerkten wir haben doch noch Hunger genehmigten wir uns doch noch ein kleines Frühstück bei Sonnenaufgang auf der Panoramaterrasse unserer Hütte. Am Fuße der Fleischbank Ostwand entlang stiegen wir von Nordwesten über eine steile Schotterrinne zum Nordgrat hinauf. Dort angekommen kam sofort die erste wunderschöne und ausgesetzte Dreierstelle. Da wir zu dritt in einer Seilschaft unterwegs waren und es lediglich zwei Bohrhaken in der Tour gab, kamen wir nicht ganz so gut voran wie erhofft. Letztlich zogen dann in der letzten Seillänge die Gewitterwolken auf und es fing an zu donnern. Nach einem kurzen Gipfelselfie galt es sofort vom Gipfel über den Normalweg zum Ellmauer Tor abzusteigen. Was fast wirklich keiner gedacht hätte! Das Gewitter löste sich im Nichts auf und wir stiegen in Spätnachmittagssonne zur Hütte ab.
In der Tat gab es heute ein Abendessen und wir genossen den Abend in der Hütte. Da der Samstag bereits sehr anstrengend war, beschlossen wir am Sonntag die erste Mehrseiltour für Meike und Thomas zu gehen. Am Vormittag starteten wir mit einer einfachen Reibungsklettertour im 5. Schwierigkeitsgrad und drei Seillängen. Da wir noch motiviert waren kletterten wir nach einer Mittagsrast noch eine wunderschöne Plattentour, die in eine traumhaft griffige Wasserrinne mündete. Die Tour lag im 6. Schwierigkeitsgrad und hatte vier Seillängen. Zufrieden und den Kopf voller toller Erlebnisse ging es nun wieder hinab zur Griesner Alm und schließlich auf direktem Weg nach Amberg.

Andreas Irler